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Bald in europäischen Krankenhäusern: Vollständiger 3D-Druck von menschlichen Knochen möglich

Die niederländische Firma Xilloc hat diesen Monat ein Abkommen mit dem japanischen Unternehmen Next 21 getroffen. Demnach sollen Knochen aus dem 3D-Drucker schon bald in Krankenhäusern eingeführt werden.

Xilloc LogoEine der spannendsten Entwicklungen des 3D-Drucks findet ohne Zweifel in der Biomedizin statt. Nachdem bereits Gewebe mit Blutgefäßen erfolgreich gedruckt werden konnten und diverse andere Dinge in der Biomedizin bereits möglich sind, ist unter anderem auch davon auszugehen, dass in naher Zukunft die ersten Organe aus dem 3D-Drucker transplantiert werden können.

Das japanische Unternehmen Next 21 hat sich dagegen auf den Bereich der Knochen spezialisiert. In der sogenannten Knochenfabrik haben sie einen Prozess entwickelt, um Abbildungen von Knochen mit dem 3D-Drucker umzusetzen. Die neue Technologie soll die momentan verwendeten Methoden ablösen. Knochen müssen dann nicht mehr aus anderen Körperregionen oder von anderen Individuen transplantiert werden. Auch ein Sintern der Knochen wäre nicht mehr notwendig. All diese Prozesse sind zudem sehr langsam und können keinen vollständigen Knochen ersetzen. Der maximale Erfolg liegt im Implantieren von Knöchenteilen, die dann selbst wieder wachsen.

Herstellung eines Knochens

Vom CT_Scan zum fertigen Knochen (Bild © 3dprint.com).

Das Verfahren von Next 21 sieht vor zunächst ein genaues dreidimensionales Bild des Knochens zu erschaffen. Für diesen Zweck wird ein Scan mit dem Computertomographen (CT) durchgeführt, der die exakte Größe und Form des jeweiligen Knochens abbildet. Anschließend wird mit dem 3D-Drucker der gewünschte Knochen gedruckt, wobei sogar Platz für die Blutgefäße andere Strukturen gelassen wird. Der technologische Fortschritt ist zudem so weit, dass die Knochen mit einer Genauigkeit von 0,1 mm gedruckt werden können und somit perfekt an die individuellen Anforderungen angepasst werden können.

Die Technologie, die mit Hilfe von Forschern der Universität von Tokyo entwickelt wurde, darf nach dem Abkommen zwischen beiden Unternehmen von der Firma Xilloc verwendet werden. Diese möchte die Methode in verschiedenen europäischen Ländern etablieren. Ärzte sollen die Möglichkeit erhalten Knochen für ihre Patienten direkt vor Ort anzufertigen. Der größte Vorteil liegt in der schnellen Produktion der Knochen sowie dem vollständigen Drucken der gesamten Knochenstruktur, wodurch sich der Heilungsprozess signifikant verbessern wird.

Lange wird es voraussichtlich nicht mehr dauern bis die ersten 3D-Drucker im Operationssaal stehen und auf ihren Einsatz warten.

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