
Nur wenige Pikosekunden
Der Anstieg des Drucks und der Temperatur beeinflusst das umliegende Material nicht, da das nur wenige Pikosekunden andauert. In dieser Zeit verfestigt sich das PDMS. Der Ultraschallwandler des 3D-Druckers bewegt sich dabei auf festen Bahnen und baut das Objekt Pixel für Pixel auf. Je nach Dauer der Ultraschallwellenfrequenz und Viskosität des Ausgangsmaterials können Objekte damit in unterschiedlichen Eigenschaften gedruckt werden.
Die Entwickler gehen davon aus, dass sich das Verfahren vor allem für die Medizin eignet. Ein Implantat könnte damit direkt im Körper gedruckt werden. Das Baumaterial wird in den Körper injiziert und im Anschluss mit dem Ultraschallwandler verfestigt. Das nicht toxische PDMS wird bereits in Medikamenten genutzt. Keramik lässt sich ebenfalls mit DSP verarbeiten. Muthukumaran Packirisamy erklärte, dass sie im nächsten Schritt Polymer-Metall-Verbundwerkstoffe ausprobieren und mit ihrer Methode auch Metall drucken wollen.

Mohsen Habibi erklärt:
„Wir haben herausgefunden, dass wir, wenn wir eine bestimmte Art von Ultraschall mit einer bestimmten Frequenz und Leistung verwenden, sehr lokale, sehr fokussierte chemisch reaktive Regionen erzeugen können. Die Blasen können als Reaktoren dazu genutzt werden, chemische Reaktionen anzuregen, die flüssiges Harz in festes oder halbfestes Material wandeln.“
Direct sound printing (DSP) im Video
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