3D-Drucker in der Medizin:

3D-Drucker verhindert Amputation bei Tumorpatientin

In China wurde ein weiterer Beweis dafür geliefert, wie wertvoll 3D-Drucker auch in der Medizin sein können. Eine Tumorpatientin profitierte von der technologischen Entwicklung und darf aufgrund der Möglichkeiten des 3D-Drucks ihren Arm behalten.

Schulterblatt aus dem 3D-Drucker
Die Bilder zeigen die Reihenfolge der Rekonstruktion des Schulterblatts. 1) Aus den Scans konnte ein Abbild des Original-Schulterblatt gedruckt werden. 2) Anpassungen für Transplantation. 3) Schulterblatt aus Titanium gemäß 3D-Druck-Vorlage. 4) Nach erfolgter Transplantation (Bild © newsgd.com).

Für viele Menschen, die sich mit dem 3D-Drucker beschäftigen, steht fest, dass die Möglichkeiten zur Nutzung des 3D-Drucks schier unbegrenzt sein können. Vor dem Hintergrund, dass es sich noch immer um eine recht junge Disziplin handelt, sind die Ergebnisse dieser Tagen schon enorm. Noch viel beeindruckender ist allerdings mit welcher Geschwindigkeit sich diese Technologie weiter entwickelt, an Präzision gewinnt und vor allem wie vielfältig einsetzbar sie ist.

3D-Drucker können in den Bereichen Kunst, Schule, Architektur, Automobilindustrie, Haushalt und noch vielen anderen, auf ganz unterschiedliche Art und Weise, eingesetzt werden. Nicht zu vergessen, dass sich auch noch die verwendeten Druckmaterialien variieren lassen.

Ein Gebiet, welches in Zukunft auch massiv von den Möglichkeiten der 3D-Drucker und 3D-Scanner profitieren kann, ist die Medizin. Das aktuellste Beispiel hierzu wird aus China geliefert und erzählt die Geschichte der jungen Frau Li Jieyang. Ein 3D-Drucker hat Li Jieyang wortwörtlich den Arm und die Schulter gerettet. Aber der Reihe nach…

Die junge, chinesische Frau verspürte eines Tages einen nicht definierbaren Schmerz in ihrer Schulter. Trotz der Schwellung und Entzündung im Schulterbereich nahm Li Jieyang zunächst an, dass es sich um eine gewöhnliche Verstauchung handelt. Gedanken an ein ernstes Problem schenkte sie zunächst keine Beachtung.

Als die Schmerzen immer schlimmer wurden, entschieden Verwandte mit ihr ins Krankenhaus „The Second People’s Hospital of Shenzhen“ zu fahren. Dort wurde Li Jieyang verschiedenen Untersuchungen, wie einer Computertomographie, unterzogen. Es wurde festgestellt, dass Li Jieyang bereits seit 6 Monaten einen Tumor im Schulterbereich hat, der ihr seit 2 Monaten diese Schmerzen beigefügt hat. Es handelte sich um einen sehr großen und aggressiven Tumor, der den Knochen des Schulterblatts angegriffen hatte.

75% des Knochens wurden durch den Tumor zerstört, wodurch sich eine operative Entfernung des Tumors erschwerte, sollte es nicht auch zu einer Amputation von Arm und Schulter kommen. Dank der 3D-Technologie war es den Ärzten aber möglich ein exaktes Replikat des ursprünglichen Schulterblatts herzustellen. Mit Hilfe verschiedener Scans wurden Berechnungen durchgeführt, die den Zustand des Schulterblatts vor dem Angriff des Tumors rekonstruieren konnten. Mithilfe eines harz-basierenden 3D-Druckers konnte eine Schablone für das Schulterblatt gedruckt werden, welche wiederum an eine andere Einrichtung geschickt wurde, um aus dieser Vorlage ein Schulterblatt aus Titanium herzustellen.

Und tatsächlich konnte vor kurzem die Operation vorgenommen werden, in der ein neues Schulterblatt mithilfe des 3D-Druckers erfolgreich in den Körper eingesetzt wurde. Die Ärzte gehen davon aus, dass Li Jieyang vollständig gesundet und schon bald wieder Arm und Schulter normal bewegen kann.

 

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