
Die Rolle der Transluzenz im 3D-Druck

Ein Schlüsselelement der Untersuchung war das Attribut Transluzenz, das durch den Einsatz von Klarmaterial beeinflusst wird. Hierbei rückte besonders der Wert „Alpha“ in den Vordergrund, ein Parameter, der 2018 von Dr. Philipp Urban vom Fraunhofer IGD eingeführt und im Kontext des Projekts weiter konkretisiert wurde. Die Erweiterung der RGB-Farbbeschreibung durch den Alpha-Wert zu RGBA war ein zentrales Anliegen der Forscher.
Drei Wege zur Steigerung der Farbgenauigkeit
Die Forschergruppe identifizierte drei unterschiedliche Ansteuerungsmethoden:
- RGB-Kontrolle: Eine Steigerung der Farbgenauigkeit von bis zu 30 % war durch die Anpassung der Druckerprofilerung möglich.
- CMYK-Kontrolle: Durch den Einsatz von Machine-Learning-Algorithmen konnte die Farbgenauigkeit für bestehende 3D-Drucker um das Sechsfache verbessert werden.
- Vollständige Kontrolle über Materialmischungen in allen Voxel-Mikrostrukturen: Die Simulation der Lichtausbreitung bot sehr genaue Vorhersagen für visuelle Effekte im 3D-Druck.
Basierend auf diesen Ergebnissen wird aktuell die Optimierung der Volumenstreuungs-Visualisierung im Designprozess von den drei Instituten in einem neuen Projekt untersucht. Zudem zielt das Projekt darauf ab, basierend auf den verfügbaren Bauräumen und 3D-Druckparametern, ein anpassungsfähiges und preiswertes Bewertungssystem für die Farbgenauigkeit im grafischen 3D-Druck, vergleichbar mit dem Fogra MediaWedge, zu entwickeln.
Alle Ergebnisse können auf der Projektseite nachgelesen werden. Die Forschungsberichte – in Kurz- und Langfassung können kostenfrei auf der Website der Fogra bestellt werden.
- https://fogra.org/forschen/medienvorstufe/farbmod3d-13005
- https://fogra.org/downloads/veroeffentlichungen/forschungsberichte
Video
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.






