Das Projekt HU3DINKS entwickelt menschliches Gewebe als „Bio-Tinte“, als nächsten Schritt in Richtung tierversuchsfreiem Bioprinting: Die Technologie des 3D-Bioprintings revolutioniert den medizinischen Sektor mit der Möglichkeit, Gewebestrukturen für vielfältige Anwendungen wie tierversuchsfreie Tests, Medikamenten-Screening und regenerative Medizin zu erstellen. Ein zentraler Aspekt dieser Technologie ist die Verwendung geeigneter „Bio-Materialien“ oder „Bio-Tinten“, welche die Basis für den 3D-Druck von lebendem Gewebe darstellen. Derzeit stammen die meisten Bio-Materialien aus nicht-menschlichen (oft tierischen) Quellen, wie Kollagen oder Gelatine. Das IraSME-Forschungsprojekt „Human bioinks for 3D printing (HU3DINKS)“ hat sich jedoch zum Ziel gesetzt, diesen Sektor zu revolutionieren, indem es Materialien auf der Basis von menschlichem Gewebe für den 3D-Druck entwickelt.
Das Ziel: Hochleistungsfähige, menschliche Bio-Materialien für den 3D-Druck

Das Hauptziel des HU3DINKS-Projekts ist es, die Beschränkungen der bisher genutzten Materialien zu überwinden, indem es hochleistungsfähige Bio-Materialien auf der Basis von menschlichem Gewebe entwickelt, die sich für verschiedene 3D-Bioprinting-Technologien eignen, darunter Extrusionsdruck und hochauflösender Laserdruck.
Jasper Van Hoorick, CEO von BIO INX, betont die Bedeutung dieser Forschung: „Die Bioprinting-Technologie bietet bereits Lösungen im Bereich der tierversuchsfreien Tests. Die von uns entwickelten ‚menschlichen Materialien‘ können einen wesentlichen Unterschied machen, um das Bioprinting tatsächlich tierversuchsfrei zu gestalten.“
Von der Forschung zur klinischen Anwendung
Zukünftige Anwendungen der Biofabrikation könnten die Regeneration menschlichen Gewebes und sogar den „Druck“ von Organen umfassen. Es müssen zwar noch viele Herausforderungen überwunden werden, um diese Anwendungen in die klinische Realität umzusetzen, aber der 3D-Druck menschlichen Gewebes bietet bereits jetzt neue Wege, insbesondere für tierversuchsfreie Tests.
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