Die OHB Systems AG vermeldete vor Kurzem die Unterzeichnung eines Vertrages mit der europäischen Weltraumagentur ESA, der die Erforschung des 3D-Druck-Verfahrens zum Ziel habe. Ziel der Studie ist es unter anderem, den Aufwand für die Realisierung des 3D-Drucks auf einer Mondbasis zu analysieren.

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Das Unternehmen OHB System AG mit Sitz in Bremen unterzeichnete jetzt einen Vertrag mit der europäischen Weltraumagentur ESA bezüglich der Erforschung von 3D-Druckverfahren zum Aufbau einer Mondbasis, wie die Firmenleitung am 15. Februar 2018 in einer Pressemitteilung verlautbaren ließ.

Die Firma ist eine Tochtergesellschaft des Bremer Raumfahrt- und Technologieunternehmens OHB SE, das zum Großteil am Bau des europäischen Satelliten-Navigationssystems Galileo beteiligt ist. Die Tochterfirma führe dabei ein aus den drei Unternehmen Comex, Sonaca und Liquifer bestehendes Konsortium. Das Volumen der Studie beläuft sich auf 240.000 Euro. Kanadische Forscher arbeiten seit 2017 an einen selbstreplizierendem 3D-Drucker für den Einsatz auf Mond und Mars.

Das Ziel der Studie besteht darin, den Aufwand zu analysieren, der notwendig ist, ein 3D-Druckverfahren bei Bau, Betrieb und Wartung einer Mondbasis einzusetzen. In der Raumfahrt wird der 3D-Druck heute schon eingesetzt, um Bauteile mit leichteren Gewicht herzustellen. Erforscht werden soll, wie mit „Print in Space“ erforderliches Equipment auf einer Mondbasis gefertigt werden kann. Auf langfristigen Weltraummissionen zählt der Nutzlast-Transport zu den größten Herausforderungen.

Illustration eines Ariane 64 Starts
Illustration eines Ariane 64 Starts. (Bild: © ESA–David Ducros, 2016)

Der Schlüssel sei hier der 3D-Druck, weil mit dieser Technologie vor Ort die erforderlichen Strukturen, Ersatzteile und Gegenstände entstehen könnten. Die Vorlaufzeiten von der Konstruktion bis zur Realisierung würden mit dem 3D-Druck minimiert und den Produktionsausschuss reduzieren. Zugleich werde die Recyclingfähigkeit gesteigert und es könnten optimierte bedarfsgerechte Komponenten gedruckt werden. Wie wir schon vor 5 Jahren berichteten, soll die Roboterspinne ATHLETE als 3D-Drucker eine Basis auf dem Mond aufbauen.

Die Fähigkeit derartiger Fertigungstechniken werde die Studie mit zwei gleichzeitigen Erhebungen analysieren. Die erste Erhebung beinhaltet die Untersuchung der nötigen Strukturen für eine dauerhafte Präsenz von Menschen auf dem Mond. Die zweite Erhebung beschäftigt sich mit der Analyse der Möglichkeiten des 3D-Drucks in der Mondumgebung bezüglich verschiedener Materialien wie Metalle, Polymere, Keramik, Beton, Lebensmittelzutaten und lebendes Gewebe. Eines der Ziele ist der schonende Umgang mit Ressourcen, weil hier Müll und Abfall ausdrücklich auch für den 3D-Drucker als Druckmaterial verwendet werden soll.

Wie Dr. Marco Berg, der Leiter der Abteilung Astronautische Raumfahrt und Exploration bei OHB erklärte, sei die Exploration, also Erforschung von Technologien im All ein wichtiges Thema. Hierbei würden verschiedene 3D-Druckverfahren hinsichtlich ihrer Tauglichkeit in schwierigsten Umgebungen untersucht.

 

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