Das NASA-Projekt ATHLETE umfasst im Kern einen sechsfüßigen Roboter der ursprünglich dafür entworfen wurde, um die Mondoberfläche zu erforschen. Mit den jüngsten technischen Fortschritten im 3D-Druck plant die NASA nun den Roboter als 3D-Drucker umzubauen um ATHLETE für neue Aufgaben einzusetzen: Zur Errichtung einer Mondbasis im 3D-Druckverfahren.

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ATHLETE - Nasa Spinne
ATHLETE: Der sechsfüßige Roboter ähnelt einer Spinne und soll zukünftig als 3D-Drucker eine Mondbasis im 3D-Druckverfahren errichten. Als Druckmaterial dient Mondstaub der mit Mikrowellen verschmolzen wird (Bild © // jpl.nasa.gov).

Im 19. Jahrhundert bereits begann in Europa die Zeit der Science-Fiction, die ihr „goldenes Zeitalter“ in den USA mit John W. Campbell, Jr. in den vierziger Jahren erleben durfte. Seit jeher ist Science -Fiction (kurz Sci-Fi), eine alternative Betrachtung räumlicher Konstellation die häufig in der Zukunft stattfindet, als Genre in Literatur und Film kaum mehr wegzudenken. Krieg der Sterne (Star Wars), Star Trek, Planet der Affen oder Aliens – Die Rückkehr dürften mittlerweile jedem – auch nicht Sci-Fi-Fan – bekannt sein.

Einen häufig in der Science-Fiction als „normal“ dargestellte Lebensweise ist das Leben auf Raumstationen oder im All und das Leben auf entfernten Planeten. Die Fiktion vom „Leben im All“ dürfte seit der ersten Raumstation Saljut 1 im Jahre 1971 zur Wirklichkeit geworden sein. Zum ersten Mal lebten Menschen für eine längere Zeit im All (24 Tage). Die Internationale Raumstation ISS ist sogar bereits seit 4774 Tagen besetzt (Stand heute, dem 27.11.2013). Also über 13 Jahre. Das „Leben im All“ ist also schon lange keine Massen-polarisierende Science-Fiction mehr.

Anders steht es um das „Leben auf anderen Planeten„. Nach heutigem Stand der Raumfahrttechnik können wir zwar entfernte Planeten erreichen, wie zum Beispiel den Mars, aber eine benannte Besatzung zum Mars zu schicken die in der Lage ist eine Mondbasis aufzubauen und sich dort selbst zu versorgen scheint heute noch undenkbar. Selbst das Leben auf dem Mond ist uns bis heute noch nicht gelungen, wobei die Entwicklungen fortlaufen.

Die Rolle der sechsfüßigen Roboter-Spinne  ATHLETE in der Raumfahrt

Einen wesentlichen Fortschritt in diesen Entwicklungen könnte die sechsfüßige Roboter-Spinne ATHLETE darstellen. ATHLETE wurde erstmalig 2010 vorgestellt und vor dem Hintergrund entwickelt auf sechs Füßen die Mondoberfläche zu erforschen. In Folgendem (humorvollen) Video zeigt die NASA die forschende tanzende Roboter-Spinne ATHLETE bei der Präsentation verschiedener „Moves“ (Länge: 00:56 Min.):

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 (Quelle: http://www.jpl.nasa.gov)

NASA will ATHLETE zum 3D-Drucker umfunktionieren

Soweit so gut. Raumfahrt-Maschinen die an einen guten Science-Fiction-Roman von Frank Herbert erinnern gibt es zuhauf. Das Besondere ist aber, dass die NASA plant die Roboter-Spinne ATHLETE als umgebauten 3D-Drucker auf den Mond zu schicken, mit der Aufgabe eine Mondbasis im 3D-Druckverfahren zu errichten. Erste ATHLETEs wurden bereits dafür umgebaut und getestet, sodass erste Prototypen am Standort der NASA bereits als 3D-Drucker zu Testzwecken fungieren.

Als Baumaterial setzt der 3D-Spinnendrucker allerdings nicht auf die üblichen Materialien für 3D-Drucker, wie ABS oder PLA, sondern auf Mondstaub. Mittels Mikrowellen und Lasertechnik werden die Mondstaubkörner verschmolzen das so den Einsatz von Bindemittel für den 3D-Druck überflüssig macht.

Weitere Forschungen der NASA mit 3D-Drucker

Die NASA forscht bereits seit einigen Jahren gemeinsam mit dem US-Unternehmen „made in space“ an einem 3D-Drucker für die Internationale Raumstation ISS. Mit Hilfe des 3D-Weltraumdruckers soll es Astronauten zukünftig möglich sein Werkzeuge und andere Gerätschaften selbst herzustellen. Auch Essen sollen die 3D-Drucker für den Weltraum drucken können. Erste Tests der 3D-Drucker in der Schwerelosigkeit verliefen erfolgreich. Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie auf unserer Themenseite Nasa & 3D-Drucker.

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