Bioprinting:

Wissenschaftler drucken Ohren mit dem 3D-Drucker

 18. Februar 2016  Andreas Krämer  

Forscher des „Wake Forest Baptist Medical Center“ haben eigenen Angaben zufolge ein Ohr mit Hilfe von 3D-Druck gedruckt. Ziel der Forscher sei es, Ohren für Menschen mit Hilfe von „Bioprinting“ künstlich zu drucken und zu implantieren.

Bioprinting
Forschungen, wie Bioprinting, am Wake Forest Baptist Medical Center (Symbolbild © wakehealth.edu).

Ein Forscherteam des „Wake Forest Baptist Medical Center“ konnte mit einem 3D-Drucker erfolgreich künstliche Ohren herstellen. Die gedruckten Ohren wurden Nagetieren erfolgreich transplantiert, wie mehrere Medien berichten. Bei den Tieren kam es zur Entstehung der charakteristischen Knorpelstruktur des Ohres, die im Anschluss mit eingewanderten Blutgefäßen versorgt wurde. Der Einsatz eines Polymers, welches eine Netzstruktur aufweist, gab dem Ohr seine Grundstruktur. Das Polymer sorgte für Stabilität und bot ausreichend Raum für die Blutgefäße. Die Zellen erhielten eine gelartige Substanz als Überzug, was sie zusammenhielt und der Versorgung mit Nährstoffen diente. Die Überlebensrate der gedruckten Zellen konnte gesteigert werden.

Das Wissenschaftlerteam konnte jetzt erstmalig am Computer das 3D-Modell eines menschlichen Ohres entwerfen und mit einem 3D-Biodrucker exakt herstellen. Das 3D-Ohr konnte einige Zeit kultiviert werden. Auf lange Sicht sollen körpereigene Zellen eines Patienten dazu dienen, diese in fehlende Körperteile zu verwandeln. In einem ersten Schritt werden die Wissenschaftler allerdings erstmal Langzeitversuche mit Mäusen durchführen, bevor in ein paar Jahren menschliche Ohren und andere Körperteile per 3D-Biodrucker zuverlässig hergestellt werden können. Langfristiges Ziel der Forscher ist es also, Ohren für Menschen mit Unterstützung des 3D-Bioprintings herzustellen. In unserem Newsletter halten wir wie gewohnt über alle Neuigkeiten aus der Forschung auf dem Laufenden.


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