Die britischen Unternehmen Renishaw und Aeromet International Ltd. werden einer Pressemitteilung zufolge zukünftig bei der Entwicklung der 3D-Druck-Parameter der von Aeromet geschaffenen A20X Aluminiumlegierung zusammenarbeiten. Das Material wurde auf der diesjährigen Paris Air Show zum ersten Mal präsentiert und hat das Potenzial, in den 3D-Druck-Systemen von Renishaw eingesetzt zu werden. Es könnte bei der Fertigung von Teilen für die Luft-, Raumfahrt, Automobilindustrie und sowie den Energiesektor eine herausragende Rolle spielen.

Renishaw und Aeromet äußerten sich hoffnungsvoll, optimale Prozesse und Einstellungen für den 3D-Druck der Hochleistungsaluminiumlegierung auf den Renishaw AM-Systemen erschaffen zu können. Zur A20X-Werkstofffamilie, die von Aeromet entwickelt wurde, gehört die A205-Gusslegierung sowie das AM205-Pulver. Letzteres ist für die additive Fertigung einsetzbar. Beide Materialien wurden von der Organisation „Metallic Materials Properties Development and Standardization“ (MMPDS) zugelassen.

„A20X ist schnell für die additive Herstellung von Flugzeugmotoren, Flugzeug-, Raum-, Verteidigungs- und Automobilteilen einsetzbar. Seine einzigartige Kombination aus hoher Festigkeit, hoher Duktilität und Leistung bei hohen Betriebstemperaturen macht es ideal für leichte, belastete Bauteile. Wir freuen uns darauf, die Verarbeitungstechniken für diese innovative Legierung weiter zu entwickeln,“ so Mike Bond, Direktor der Aeromet AMT-Division.

Renishaw wird gemeinsam mit Aeromet auch verschiedene Wärmebehandlungsprozesse erforschen, um die optimalen Eigenschaften der mit A20X bedruckten Teile herauszufinden.
„Die Metal-AM-Systeme von Renishaw verfügen über Hochleistungslaser, eine innere Verarbeitungsumgebung und offene Parameter, die sie ideal für die Unterstützung innovativer neuer Materialien wie A20X machen. Wir arbeiten eng mit Aeromet zusammen, um diese aufregende neue Legierung für unsere Maschinen zu qualifizieren. Durch unser Netzwerk von AM Solutions Centern können wir den Herstellern helfen, industrielle AM-Prozesse mit A20X zu entwickeln“, erklärte Marc Saunders, Direktor des Renishaw Global Solutions Centers.
Sobald das Material und die 3D-Druck-Einstellungen getestet und eingerichtet wurden, werden die Unternehmen ihren Kunden A20X-Komponenten anbieten und zugleich Daten über die Materialeigenschaften und Verarbeitungstechniken zur Verfügung stellen.






