Das Institut für Technologie-inspirierte regenerative Medizin (MERLN) der Universität Maastricht ist eine Kooperation mit der Biotechnologiefirma Aspect Biosystems eingegangen. Gemeinsam arbeiten die Forscher und Entwickler an dem 3D-Druck von Nierengewebe für die additive Herstellung funktionierender Organe.

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Das Institut für Technologie-inspirierte regenerative Medizin (MERLN) der Universität Maastricht in den Niederlanden ist eine Kooperation mit der Biotechnologiefirma Aspect Biosystems aus Vancouver in Kanada eingegangen. Das Unternehmen zählt beim 3D-Biodruck und Tissue Engineering zu den führenden Anbietern. Im Rahmen der Zusammenarbeit wird laut einer Mitteilung der Universität die RX1 Bioprinting-Plattform im Labor von Prof. Lorenzo Moroni eingerichtet, um Nierengewebe zu entwickeln.

Forschungsarbeit an Nierengewebe

Mitarbeiter vor dem 3D-Drucker
Von der Forschungsarbeit sollen vor allem Menschen profitieren, deren Nieren geschädigt sind (Bild © Screenshot YouTube Video „Aspect Biosystems: Creating Meaningful Impact“).

Aspect Biosystems darf dank der Kooperation Produkte auf Grundlage der Forschungsergebnisse weiterentwickeln und vermarkten. Prof. Moroni arbeitet mit dem Kopfgewebe-Experten Dr. Carlos Mota bei der Entwicklung des Nierengewebes zusammen.

Wie die beiden Forscher in der oben genannten Mitteilung verlauten lassen, sei die mikrofluidische Bioprinting-Technologie von Aspect wegen der Flexibilität und Modularität sehr attraktiv. Es wurden schon erste Schritte in Nierengewebemodellen unternommen und man freue sich, das eigene Fachwissen in die Plattformtechnologie einzubringen und mit dem Team von Aspect Biosystems zusammenzuarbeiten.

Gewebe für nierenkranke Patienten

Von der Forschungsarbeit sollen vor allem Menschen profitieren, deren Nieren geschädigt sind und auf Spenderorgane warten. Das Nierengewebe ist allerdings sehr komplex aufgebaut und daher gestaltet sich der 3D-Druck von Organen oder dessen Teilen schwierig. Möglicherweise vergehen hier noch Jahre bis das Drucken überlebensfähiger Organe marktreif ist. Auf der anderen Seite denken Forscher und Wissenschaftler aber schon zwei Schritte weiter, wie wir erst Anfang der Woche berichtet haben. Das Start-up Techshot entwickelt zusammen mit der NASA einen Bioprinter für den Einsatz im Weltraum mit dem irgendwann einmal Organe auf der ISS gefertigt werden sollen. Im Jahr 2016 gelang Wissenschaftlern per 3D-Druck die Herstellung von Nierenmodellen zur Bestimmung der optimalen Strahlendosis. Über die weitere Entwicklung auf diesem spannenden Forschungsumfeld berichten wir auch zukünftig in unserem kostenlosen 3D-Druck-Newsletter (jetzt abonnieren).

Video: Hier entsteht organisches Gewebe am 3D-Drucker

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