Das College of Pharmacy der US-amerikanischen Purdue University arbeitet zukünftig mit dem Unternehmen Aprecia Pharmaceuticals zusammen, um den 3D-Druck von Medikamenten und pharmazeutischen Ausstattungen voranzubringen. Aprecia Pharmaceuticals hatte sich in dem Bereich bereits einen Namem gemacht und mit Spritam das erste Medikament aus dem 3D-Drucker entwickelt, welches von der FDA eine Zulassung erhielt.

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Das College of Pharmacy der Purdue University und Aprecia Pharmaceuticals sind laut einer Mitteilung der Purdue University eine Partnerschaft eingegangen, um den 3D-Druck von Medikamenten voranzubringen. Gemeinsam wollen sie an der Entwicklung 3D-gedruckter pharmazeutischer Ausrüstungen und Medikamenten arbeiten. Chris Gilmore, CEO von Aprecia Pharmaceuticals, erklärt in der Mitteilung, dass es die Mission des Unternehmens sei, ihre 3DP-Technologieplattform durch globale Partnerschaften zu maximieren und zu erweitern.

Erstes 3D-gedrucktes Medikament mit FDA-Zulassung

Mit Spritam hat Aprecia Pharmaceuticals das erste 3D-gedruckte Medikament entwickelt, das von der FDA zugelassen wurde (wir berichteten). Der Hauptvorteil der 3D-Druck-Pillentechnologie Zipdose liegt in der Porosität der Pillen. Sie sind poröser als die, die mit der traditionellen Methode hergestellt werden. Sie lösen sich auf und wirken schnell, wenn sie mit einem Schluck Wasser genommen werden. Die Tablette wird bei epileptischen Anfällen verwendet.

In einer Partnerschaft mit Cycle Pharmaceuticals Ltd. mit Sitz in Cambridge, Großbritannien beschlossen die Unternehmen, die Binder-Jet-3D-Drucktechnologie von Aprecia Pharmaceuticals zur Herstellung Arzneimitteln zur Behandlung seltener Erkrankungen einzusetzen. Durch die Zusammenarbeit mit der Purdue University soll einen Austausch zwischen Wissenschaftlern, Fakultäten und Studenten stattfinden, um an gemeinsamen Kooperationen in Forschung und Entdeckung rund um 3D-gedruckte Arzneimittel teilzunehmen.

3D-Druck von Medikamenten für seltene Erkrankungen

Tabletten aus dem 3D-Drucker
„Printlets“ sind das Ergebnis der jahrelangen Arbeit von FabRx (Bild © FabRx).

Das britische Technology Strategy Board Innovate UK hat Anfang 2019 mehr als 650.000 GBP (rund 740.000 Euro) für den 3D-Druck von Arzneimitteln zur Verfügung gestellt. Das schnell wachsende Feld der 3D-gedruckten Medizin brachte noch einige andere Firmen hervor. FabRx, ein Unternehmen aus Großbritannien, hat personalisierte Medizin für Kinder mit der Ahornsirupkrankheit, einer seltenen Stoffwechselstörung, entwickelt.

Die Printlets, 3D-gedruckte Kautabletten von FabRx, helfen, schnell die maßgeschneiderte therapeutische Dosis herzustellen. Forscher der TH Köln und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) arbeiten ebenfalls an einer Lösung für den 3D-Druck patientenspezifischer Medikamente. Mehr dazu erfahren Sie auf unserer Themenseite „Medikamente aus dem 3D-Drucker„.

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