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Zahnmedizin: Neuartige Zahnfüllung kann sich selbst regenerieren

Nachdem niederländische Forscher aus Groningen mit Zähnen aus dem 3D-Drucker erfolgreich 99 Prozent der Kariesbakterien bekämpft haben, wurde jetzt ein neuer Forschungsansatz für die Fertigung von Zahnersatz vorgestellt. Eine wichtige Rolle spielt hier das UV-Licht, das auch beim SLA-Verfahren verwendet wird.

Logo Harvard UniversityEin Zahnarztbesuch ist für viele Menschen mit etwas Unangenehmen verbunden, weil gebohrt muss und es im schlimmsten Fall sogar eine Wurzelbehandlungen oder gar das Zähne-Ziehen erfordert. Wissenschaftler der Universitäten Harvard und Nottingham haben nun eine Zahnfüllung entwickelt, die wie eine normale Füllung in den Zahn injiziert und per UV-Licht gehärtet wird, berichtet die University of Nittingham. Ähnlich wie bei der Stereolithografie (SLA) also.

Auf diese Weise erfolgt eine Stimulierung der Stammzellen in der Zahnpulpa. In ersten Tests entwickelte sich aus der Zahnfüllung das harte Gewebe Dentin (Zahnbein), welches die Hauptmasse eines Zahnes ist. Im Vergleich zu Zahnschmelz handelt es sich um lebendes Gewebe. Im Prozess der Biomineralisation wird neues Dentin gebildet.

Innovative Ansätze auch mit Hilfe der 3D-Drucker

An der niederländischen Universität Groningen verfolgen Wissenschaftler einen anderen Ansatz unter Verwendung eines 3D-Druckers. Sie haben ein Kunstharz entwickelt, der ein Spezialsalz beinhaltet und für den 3D-Druck von Zahnersatz verwendet wird.

Wenn Bakterien mit dem Salz in Kontakt geraten werden sie getötet. Im Salz ist eine positive elektrische Ladung enthalten, welche die negativ geladenen Membranen der Bakterien zerstören. Bei einem Zahn aus dem 3D-Drucker, der das Spezialsalz verwendete, starben 99 Prozent der Bakterien, während dies bei einem normalen künstlichen Zahn nur 1 Prozent war. Zur Zeit wird ein Prototyp in einer Testphase intensiv erprobt.

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