Stratasys und Alstom LogoDer französische Konzern Alstom entwickelt und vermarktet Mobilitätslösungen für eine CO2-neutrale Zukunft in Verkehrsunternehmen. Bei Reparatur- und Wartungsaufgaben setzt Alstom verstärkt auf den 3D-Druck, um Vorlaufzeiten zu reduzieren und die Betriebsbereitschaft der Verkehrsnetze sicherzustellen. Das erklärt Stratasys in einer Pressemitteilung, die das 3D-grenzenlos Magazin erhalten hat. Auch Siemens Mobility setzt auf 3D-Drucker bei Kleinaufträgen für die Deutsche Bahnindustrie.

Aurélien Fussel, Additive Manufacturing Programme Manager bei Alstom, erklärt:

„Die Agilität, die uns der 3D-Druck bietet, ist für Alstom als Unternehmen strategisch entscheidend. Wo unsere Kunden zur Aufrechterhaltung des Betriebs auf Ersatzteile angewiesen sind, können wir mit dieser internen Produktionskapazität unsere traditionelle Lieferkette umgehen und schnell und kostengünstig mit einer Lösung für ihre Bedürfnisse reagieren.“

Erfolg am Beispiel von Sétif Tramways

Alstom konnte für seinen algerischen Kunden Sétif Tramways nach einem Wartungsproblem etwa 45 Tage Vorlaufzeit und mehrere Tausend Euro unerwünschte Kosten vermeiden. Scheinwerfer der Straßenbahnen waren durch Wasser und Steine, die beim Fahren in kleine Löcher drangen, kaputt gegangen. Alstom sollte Ersatzteile liefern, die die Löcher verschließen und weitere Schäden an den Straßenbahnen verhindern.

Mit dem F370 FDM-3D-Drucker von Stratasys könnte Alstom Gummidrainagen und Abdichtungen für die Löcher in den Scheinwerfern der Straßenbahnen herstellen. In nur 48 Stunden wurden ein Dutzend davon entworfen, produziert und ausgeliefert.

Fussel erklärte, dass so die dreiwöchige Produktionsvorlaufzeit, die bei den üblichen Fertigungsmethoden zu erwarten ist, verhindert werden konnte. Erforderliche Einschränkungen im Betrieb des Straßenbahnnetzes wurden auf ein Minimum reduziert. Bei Transportunternehmen bedeutet jede Minute Vorlaufzeit einen Umsatzverlust. Die Verwendung des FDM-3D-Drucks von Stratasys sparte außerdem teure, arbeitsintensive Form- und Gießverfahren 80% der Kosten. Sétif konnte dank des 3D-Drucks insgesamt 6.000 Euro einsparen.

Das richtige 3D-Druck-Material

Jaume Altesa, Barcelona 3D Printing Hub Manager bei Alstom, erklärt, dass ohne fortschrittliche und robuste 3D-Druck-Materialien, die sich für den Einsatz in Transportfahrzeugen eignen, eine Lösung gar nicht möglich gewesen wäre. Altesa erklärt, dass es unerlässlich sei, über Materialien in Produktionsqualität zu verfügen.

Die Gummidrainage-Stopfen für Sétif wurden mit fortschrittlichem, hochbeständigen Elastomer-Material namens FDM TPU 92A hergestellt. Das Material ist flexibel und dehnbar und bietet die ideale Abrieb- und Reißfestigkeit für die Anforderungen des dauerhaften Außeneinsatzes. Über alle weiteren Nachrichten und Entwicklungen zum 3D-Druck weltweit berichtet auch zukünftig weiterhin das 3D-grenzenlos Magazin (jetzt Newsletter abonnieren).

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