Neue Ansätze in der Gestaltung: Autodesk und NASA nutzen 3D-Drucker und generatives Design, um interplanetarische Landefahrzeuge für Weltraummissionen zu produzieren

Interplanetare Landefahrzeuge sind teuer und verbrauchen viel Energie. Das Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA kooperiert seit Kurzem mit dem US-Softwarehersteller Autodesk, um kosteneffizientere und energiesparendere Landefahrzeuge mit Unterstützung der 3D-Drucker zu entwickeln. Das Design bietet dabei viel Potenzial, um die gewünschten Einsparungen zu erreichen.

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In einer Pressemitteilung von Autodesk gab der US-Softwarehersteller die Zusammenarbeit mit dem Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA bekannt. Ziel ist die Entwicklung eines interplanetarischen, futuristisch wirkenden Landefahrzeugs, das kostengünstiger und energiesparender als frühere Versionen ist.

3D-Druck verbessert die Leistung bei Raumfahrtfahrzeugen

Dass der Entwurf moderner Raumfahrzeuge durch den 3D-Druck unterstützt wird, das wollten die Mitarbeiter des Jet Propulsion Laboratory, das der NASA angehört, anfangs nicht so recht glauben. Der Senior Direktor der Industrieforschung bei Autodesk, Mark Davis, überzeugte das Forschungsteam des Jet Propulsion Laboratory, indem er ihnen erklärte, dass der Einsatz der additiven Fertigungstechnologie die Gesamtleistung um 30% verbessern kann.

Hinter der Entwicklung des Landefahrzeugs steckt viel harte Arbeit. Das Projekt wurde auf dem Autodesk University Summit in Las Vegas vorgestellt. Dabei war leider nur ein Prototyp von 2,5 m Breite und 1 m Höhe zu sehen und kein Landefahrzeug in voller Größe.

Die Entstehung des Landers des JPL
Beim Bau eines interplanetarischen Landefahrzeuges wird auf generatives Design gesetzt (Bild © Autodesk).

Generatives Design beim Bau interplanetarischer Landefahrzeuge

Bei der Entwicklung des interplanetarischen Landefahrzeugs konnte sich das Designteam dank Cloud-Computing und Maschinenintelligenz eine Reihe von virtuellen Konzepten ansehen, die für spezifische Einschränkungen die passenden Designlösungen generierten. Daraus folgte die Setzung neuer Anforderungen an strukturelle Einschränkungen, die für die Weltraumerkundung von entscheidender Bedeutung sind.

Der 3D-gedruckte Lander
Das Designteam konnte sich eine Reihe von virtuellen Konzepten ansehen (Bild © Autodesk).

Dies führte zu neuen Chancen, die Softwarefähigkeiten noch weiter auszubauen und die Kunden bei der Lösung noch komplexerer und größerer Probleme zu unterstützen, wie zum Beispiel mit dem formverändernden Gewebe für Raumanzüge. Es wird noch lange dauern, bis die NASA das interplanetarische Landefahrzeug überhaupt in Betrieb nehmen kann. Eines Tages könnten ähnliche Designs bei der Erkundung weit entfernter Planeten wie Jupiter und Saturn zum Einsatz kommen.

» 40 Beispiele für den Einsatz von 3D-Druck bei der NASA

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