Das japanische Unternehmen Fasotec bringt noch in diesem Jahr medizinische Modelle auf den Markt, die echten Organen extrem ähnlich sind. Ein Arzt der Universität Kobe warnte jetzt sogar vor den 3D-gedruckten Modellen. Die Modelle „sind den echten Organen zu ähnlich“.

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3D-Druck gehört für immer mehr Krankenhäuser weltweit zu einem wichtigen Bestandteil zur Operationsvorbereitung. Die 3D-gedruckten Modelle aus Plastik der Körperteile von Patienten helfen den Ärzten und Chirurgen dabei die Operation vorzubereiten und an den Organen die oftmals komplizierten Eingriffe zu trainieren. Dabei geben die medizinischen Modelle die Größe und Form der Organe zwar schon sehr gut wieder, für ein realistischeres Abbild fehlt es ihnen aber noch an Elastizität.

Diesen „Problem“ hat sich das japanische Unternehmen Fasotec angenommen. Fasotec wurde im Oktober 2013 von Stratasys aufgekauft und entwickelt extrem realistische medizinische Modelle mit dem 3D-Drucker. So machte Fasotec 2013 auf sich aufmerksam, als es erstmalig den Fötus einer Frau als 3D-Objekt ausdruckte und seither die 3D-Objekte der ungeborenen Kinder als Souvenir zum Verkauf anbiete. Familien können sich also vor der Geburt ihres Kindes den Embryo bereits auf den Schreibtisch stellen.

Video zum Fötus aus dem 3D-Drucker:

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Seither hat sich Fasotec weiterentwickelt. Jetzt präsentieren die japanischen Forscher und 3D-Druck-Experten medizinische Modell, die echten Organen extrem ähnlich sind. Die Modelle sind elastisch und können als Nassmodell (mit Kunstblut) hergestellt werden. Auf Basis eines 3D-Scans der Patienten verfügt das 3D-gedruckte Organ über die exakte Größe und Gewicht. Als Material wird eine gallertartige Masse verwendet.

Arzt warnt „Modelle zu ähnlich“

Fasotec hat angekündigt, das Produkt im April diesen Jahres aus den Markt zu bringen. Verhindern können die Produkteinführung wohl nur noch die Kunden selbst – die Ärzte. Auf Business Insider warnt ein Arzt vor den medizinischen Modellen aus dem 3D-Drucker von Fasotec. Der Arzt namens Maki Sugimoto, Dozent an der Universität Kobe Graduate School of Medicine in Kobe, Japan, hat die Prototypen von Fasotec getestet und kommt zu der Einschätzung, dass die Modelle „zu ähnlich der realen Leber sind“.

Sugimoto sieht die Gefahr, dass fälschlicherweise die Modelle als Organe eingesetzt werden könnten. Eine gute Operationsvorbereitung aber sollte eine derartige Verwechslung unmöglich machen, finden wir, und sehen darin keinen Grund die Modelle nicht zur Verbesserung der medizinischen Versorgung einzusetzen. Vor allem bei einem Preis von gerade einmal ¥ 15.000 ($ 127 = ~ 120 Euro) sollten Krankenhäuser die Anschaffung solcher Modelle dringend überlegen. Fasotec plant, bei ausreichender Nachfrage, sein Angebot auch im Ausland (bisher nur im asiatischen Raum) auszuweiten.

Leber aus dem 3D-Drucker
Medizinisches Modell einer Leber, gedruckt mit dem 3D-Drucker (Bild © Fasotec).

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