Nicht kritische Komponenten aus dem 3D-Drucker werden bereits in zahlreichen Flugzeugmodellen und in immer größerer Anzahl eingesetzt. Für flug- oder sicherheitskritische Komponenten benötigt der Hersteller eine Zertifizierung, da sie besonders hohen Qualitätsanforderungen unterliegen. Das US-amerikanische Unternehmen Honeywell erhielt jetzt eigenen Angaben zufolge die erste FAA-Zertifizierung für ein flugkritisches Bauteil aus dem 3D-Drucker.

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Im Dezember 2019 gaben SLM Solutions und das amerikanische Unternehmen Honeywell bekannt, zusammen an der Qualifizierung neuer Parameter für den 3D-Druck zu arbeiten. Jetzt berichtet Honeywell in einer Pressemitteilung darüber, dass sie die FAA-Zertifizierung für das erste 3D-gedruckte, flugkritische Triebwerksteil erhalten haben.

3D-Druck „flugkritischer“ Komponente

Das Teil ist als # 4/5-Lagergehäuse bekannt und wird derzeit produziert. Es wurde in einen in Betrieb befindlichen Motor eingebaut. Die wichtige strukturelle Komponente gehört zum Turbofan-Triebwerks ATF3-6, das in den Patrouillenflugzeugen Dassault Falcon 20G eingesetzt wird.

Heute sind nur noch etwa ein Dutzend der ATF3-6-Motoren im Einsatz, die bereits 1967 erstmals zertifiziert wurden. Ersatzteile sind hier schwer zu finden, lassen sich jedoch mit der additiven Fertigung schnell und in kleinen Mengen drucken, ohne teure Werkzeuge einsetzen zu müssen. Das # 4/5-Lagergehäuse wird als flugkritisch eingestuft und muss immer ordnungsgemäß funktionieren.

Dassault Falcon 20G
Aufgrund der geringen Anzahl aufgegebener Bestellungen wäre der Bau der Teile mit traditionellen Herstellungsmethoden sehr kostspielig (Bild © Honeywell).

Genau Prüfung kritischer Teile durch die FAA

Sicherheitskritische Teile werden einer genaueren Prüfung unterzogen und müssen von Aufsichtsbehörden wie der Federal Aviation Administration (FAA) genehmigt werden, bevor sie in einem Flugzeug verwendet werden können. Dies macht den Prozess von der Entwicklung bis zur Qualifizierung langwierig.

Jon Hobgood, Vice President of Manufacturing Engineering bei Honeywell Aerospace, erklärt:

„Dies ist ein wichtiger Meilenstein für Honeywell, da er die Reife unserer additiven Fertigungsabläufe demonstriert und uns den Weg ebnet, in Zukunft mehr zertifizierte, flugkritische Teile zu drucken. Es ist auch ein großer Gewinn für die 3D-Druck-Industrie, da flugkritische Teile einer strengen Prüfung und hohen Standards für die Qualifizierung und Installation in Flugzeugen ausgesetzt sind. Dies zeigt jedoch, dass dies möglich ist.“

Bis zum Jahresende sollen einige der Lagergehäuse hergestellt werden. Seit mehr als zehn Jahren setzt sich Honeywell mit dem Metall-3D-Druck auseinander und produziert heute eigenen Angaben zufolge Hunderte verschiedene Flugzeugkomponenten im 3D-Druckverfahren.

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