Lloyd’s Register und TWI haben einen neuen Leitfaden für die Zertifizierung von Additive Manufacturing-Produkten vorgestellt. Dabei wurden auch Qualifizierungen von AM-Einrichtungen aktualisiert. Wir fassen die wichtigsten Informationen und Änderungen zusammen.

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Logo LLoyds RegisterLloyd’s Register (LR) und die Forschungs- und Technologieorganisation TWI haben einen neuen Leitfaden für die Zertifizierung von additiv gefertigten Produkten und die Qualifizierung von AM-Einrichtungen vorgestellt. 2016 haben Lloyd’s Register und TWI ihre ersten AM-Richtlinien veröffentlicht. Ein Jahr später wurden die Leitlinien aktualisiert. Die aktuelle Version wurde an die bedeutenden technologischen Veränderungen angepasst, wie Lloyd’s Register in einer Pressemitteilung an das 3D-grenzenlos Magazin erklärt.

Details zum Leitfaden

Der Leitfaden bietet zielgerichtete Richtlinien für die Zertifizierung von Teilen, die mit einem Additive Manufacturing (AM)-Prozess hergestellt wurden. Zu den AM-Prozessen zählen u.a. Pulverbettschmelzen durch Laser- oder Elektronenstrahl, gerichtete Energieabscheidung durch Laser und Wire + Arc AM.

Lloyd’s Register’s Lead Specialist David Hardacre sagt laut einer Mitteilung an das 3D-grenzenlos Magazin dazu

„Die früheren Leitfäden wurden bereits von vielen Unternehmen genutzt. Sie helfen besonders Unternehmen, die ihre AM-Reise beginnen möchten und verstehen müssen, wie sich die Qualifizierungs- und Zertifizierungsanforderungen im Vergleich zu herkömmlichen Fertigungsprozessen verhalten – oder für diejenigen, die bereits die additive Fertigung einsetzen und ihre Prozesse qualifizieren oder ihre Materialien und/oder Teile zertifizieren möchten. Sie sind auch wertvoll für jene Organisationen, die jedes Element ihrer Fertigung an einen Lieferanten untervergeben, der AM verwendet, sodass sie verstehen können, was für die Zertifizierung erforderlich ist“.

Unternehmen erhalten durch die AM-Zertifizierung die Möglichkeit, die Sicherheit ihrer Produkte zu überprüfen, um wichtige Interessengruppen wie Betreiber, Anlagen, die Umwelt und die Öffentlichkeit zu schützen. Sie hilft dabei, die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen, damit das Objekt für die vorgesehene Anwendung geeignet ist. Dem Endbenutzer werden so die Qualität und Leistungsfähigkeit des Teils demonstriert.

Paul Goodwin, PPL und PBF Lead bei TWI, sagte:

„AM-Prozesse werden in der Industrie zunehmend eingesetzt, aber die Einführung wurde durch ein mangelndes Wissen dafür behindert, wie die Qualität und Reproduzierbarkeit der hergestellten Teile kontrolliert und wie diese Teile für die Verwendung qualifiziert und zertifiziert werden können. Diese Leitfäden sollen helfen, den Weg durch ein manchmal verwirrend erscheinendes Bündel von Anforderungen aufzuzeigen und festzulegen, welche Anforderungen für eine Zertifizierung angemessen sind.“

2019 hat Lloyd’s Register gemeinsam mit anderen Unternehmen einen Designwettbewerb ins Leben gerufen. Über weitere Entwicklungen aus den Bereichen Zertifizierung und Standardisierung zum additive Manufacturing berichten wir auch zukünftig im 3D-grenzenlos Magazin (Newsletter abonnieren).

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