Der britische Dienstleister LLoyd’s Register hat gemeinsam mit verschiedenen Einrichtungen – unter anderem auch aus Singapur – einen Designwettbewerb ins Leben gerufen. Es soll ein Rettungsboot entworfen und mit einem 3D-Drucker hergestellt werden können. Wir stellen Details zum Wettbewerb und den Vorgaben zum 3D-gedrucktem Rettungsboot vor.

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Logo LLoyds RegisterDer Ingenieurs- und Technologiedienstleister Lloyd’s Register (LR) hat gemeinsam mit dem National Additive Manufacturing Innovation Cluster (NAMIC), AutodeskST Engineering und AML3D einen Designwettbewerb für ein 3D-Rettungsboot ausgeschrieben. Wie in einer Pressemitteilung berichtet wird, wird das Design des Gewinners weiter verfeinert und für die Herstellung mit Wire Arc Additive Manufacturing (WAAM) in Betracht gezogen. Im September 2018 hat die Universität Hannover einen Wire Arc Additive Manufacturing-Roboter (WAAM) als Alternative für spanende Bearbeitung entwickelt.

3D-Druck im Schiffbau

Der Wettbewerb ist der erste Teil eines dreiphasigen Projekts. Ziel ist der Bau und die Qualifizierung eines 3D-gedruckten Rettungsbootrumpfs mit autonomen Sensoren. In das Gewinnerdesign wird die Nanyang Technology University Sensoren und Navigationssysteme als Forschungsübung mit Hilfe von ST Engineering einbinden.

AML3D, ein australisches Metall-3D-Druck-Unternehmen, ist für die Produktion des Bootes nach der Entwicklungs- und Entwurfsprüfungsphase zuständig. Das Ganze wird vermutlich ein Jahr dauern.

» Mehr Informationen zum 3D-Druck im Schiffsbau

3D-gedruckte Komponente und Mitarbeiter
Das entworfene Boot soll später auch hergestellt werden (Bild © AML3D).

Designvorgaben

Das Rettungsboot darf nicht kürzer als 3,8 m und nicht länger als 8,5 m sein und muss Platz für fünf Personen bieten. Das Boot muss eine Mindestgeschwindigkeit von acht Knoten haben und vier Stunden im Dauerbetrieb mit Strom versorgt werden. Das Rettungsboot muss auch bei starker Brise einsatzfähig sein.

Das erste 3D-gedruckte Rettungsboot in Originalgröße muss dem LSA-Code (Life Saving Appliance) entsprechen, dem SOLAS-Code (Safety Of Life At Sea) und den Anforderungen des Flaggenstaats Singapur. Unterstützt wird der Wettbewerb von der National Research Foundation (NRF) in Singapur und der Maritime Port Authority of Singapore (MPA). Entwürfe können bis zum 31. März 2020 eingesendet werden. Der Gewinner erhält £ 17.500 (rund 19.700 Euro). Zu den Regeln des Wettbewerbs gibt es hier mehr Informationen.

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