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3D-Druck aus Norwegen: Norsk Titanium plant Bau einer 3D-Anlage in den USA

Das norwegische Unternehmen Norsk Titanium Components expandiert, das Ziel: die Vereinigten Staaten. Mit den Bau einer 3D-Anlage hat das Unternehmen dort vor die industrielle Nutzung von 3D-Techniken voranzutreiben.

Norsk Titanium-LogoAls eine der ersten Nation, die sich der 3D-Drucktechnik gewidmet hat, haben die Vereinigten Staaten durchaus große Unternehmen, die sich der Massenproduktion und dem Metalldruck widmen. Dazu können beispielsweise Stratasys’ Direct Manufacturing oder GE’s Alabama gezählt werden, beides große Firmen, die in den Staaten einen angemessenen Ruf haben. Ein Unternehmen in Europa ist da aber anderer Meinung.

Norsk Titanium Components (NTi) ist ein norwegisches Unternehmen, das 2006 gegründet wurde, auf den Druck mit Titan spezialisiert ist und nun auch dabei ist amerikanischen Fuß zu fassen. Geplant ist die Eröffnung einer 18.000 Quadratmeter großen Anlage, die den 3D-Metalldruck in voran treiben soll. Noch ist nicht bekannt, wo diese Anlage gebaut werden soll, sicher ist aber, dass NTi damit die „erste 3D-Indrustrieanlage weltweit“ plant.

Norsk Titanium

Das norwegische Unternehmen soll in den Staaten den Metalldruck vorantreiben (Foto: © 3dprintingindustry)

Ebenfalls steht fest, dass mit der patentierten Direct Metal Deposition-Technologie (DMD) gearbeitet werden soll, eine Technik, bei der ein Plasma-Bogen benutzt wird, um eine Titan-Leitung direkt in eine Substanz einzuschweißen. Dieser Prozess macht es möglich, dass bis zu 70 Prozent der Kosten und 90 Prozent der Arbeitszeit eingespart werden kann.

Und nicht nur das, auch der CEO ist jetzt schon bekannt: Warren Boley ist ein ehemaliger Geschäftsführer bei Aerojet Rocketdyne und somit auch derjenige, der die ersten Kunden mitbringt. In der ersten Hälfte des nächsten Jahres sollen bereits Flugzeugteile für den Kampfjet F-35 in Auftrag gegeben worden sein. Boley ist äußerst zuversichtlich, dass die neue Anlage ein großer Erfolg sein wird. Anders als bei traditionellen Herstellungsprozessen, bei denen man für die Verarbeitung von 100 Pfund Titan an die 75 Wochen braucht, kann das mit der DMD-Technik schon innerhalb von fünf Stunden erreicht werden.

„Wir werden Geschichte schreiben. Was wir erreichen wollen, wird Teil der neuen Industriellen Revolution sein“, so Boley in einem Interview mit dem amerikanischen Blog 3D Printing Industry.com. So zuversichtlich kann man sich nur geben, wenn man sich seiner Sache sicher ist. Wir dürfen also gespannt bleiben, wie sich die Dinge in den Vereinigten Staaten entwickeln dürften.

Hier stellt sich Norsk Titanium Components vor:

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