Das deutsche Spezialchemieunternehmen Evonik hat 400 Millionen Euro für neue Anlagen zur Produktion von Polyamid 12 an seinem deutschen Standort investiert. Trotz der Probleme, die durch die COVID-19-Pandemie entstanden sind, schreitet der Bau sehr gut voran, berichtet Evonik. Der gesamte Bau soll im ersten Halbjahr 2021 fertiggestellt sein, indem das 3D-Druckmaterial für die industrielle Fertigung hergestellt wird.

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Logo EvonikDas Spezialchemieunternehmen Evonik hatte erst im Juli 2020 im US-amerikanischen Austin (Bundesstaat Texas) ein 3D-Druckzentrum eröffnet. Und auch in Deutschland wird derzeit an einer weiteren Anlage für Evonik gearbeitet. Die erste Anlage wurde wie geplant Mitte Oktober fertig, erklärt das Unternehmen dem 3D-grenzenlos Magazin in einer Pressemitteilung. Derzeit wird diese in Betrieb genommen. Bis zum ersten Quartal 2021 sollen weitere Anlagen folgen. Komplett fertiggestellt soll die mit 400 Mio. Euro bisher größte Investition Evoniks in Deutschland im ersten Halbjahr 2021 sein, heißt es in der Mitteilung weiter.

Baufortschritt trotz Pandemie

Evonik Anlage für Polyamid 12
Der Bau der Anlage schreitet gut voran (Bild © Evonik).

Projektleiter Marcus von Twistern stellte dazu fest, dass das Projektteam in den vergangenen Monaten unter den Bedingungen der SARS-CoV-2-Pandemie hervorragende Arbeit geleistet hat. Es gab Probleme wie unterbrochene Lieferketten und Einreisebeschränkungen für das Montagepersonal, die es zu bewältigen galt.

Von Twistern betont:

„Wir haben immer Lösungen gefunden, sodass wir derzeit keine größeren Verzögerungen für die komplette Fertigstellung des Polyamid-12-Anlagenkomplexes erwarten.“

Die Arbeiten an den Beton- und Stahlstrukturen abgeschlossen, die meisten Aggregate wurden bereits geliefert und eingebaut. Außerdem sind die Elektroinstallationen und die Verrohrung in vollem Gang. Die Mannschaft, die künftig in dem Betrieb arbeiten wird, hat mit dem Training für die neuen Arbeitsabläufe begonnen.

Details zu Polyamid 12

Polyamid 12 eignet sich für den Einsatz in Wachstumsmärkten wie der Automobilbranche, Gasleitungen oder im Sportbereich. Im Chemiepark Marl in Nordrhein-Westfalen besteht bereits eine Produktion. Durch die zusätzliche Anlage für Polyamid 12 und seine Vorstufen erhöht Evonik die Gesamtkapazität des Polymers um mehr als 50 Prozent.

Dr. Claus Rettig, Leiter der Division Smart Materials, sagt in der Mitteilung:

„Polyamid 12 ist für spezielle Anwendungen ein wichtiger Teil unseres strategischen Wachstums. Mit dem neuen Anlagenkomplex festigen wir unsere Stellung als ein Marktführer für dieses Hochleistungspolymer.“

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