Radrennsport und 3D-Druck - eine gute Kombination:

Pinarello Rennräder wurden für Tour de France 2017 mit 3D-gedruckten Fahrradcockpits ausgestattet

Der italienische Rennradhersteller Pinarello setzt bei der Fertigung seiner Fahrräder auch auf den 3D-Druck. Für den Tour de France-Prolog, der am 01. Juli 2017 in Düsseldorf stattfand, und das Zeitfahren in Marseille nutzen die einige Fahrer des Teams Sky 3D-gedruckte Titanium-Cockpits.

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Le Tour de France LogoDie Tour de France startete am 01. Juli in Düsseldorf mit einem Prolog und wird am Sonntag, den 23. Juli 2017 in Paris ihren Abschluss finden. In der Zwischenzeit gab es einige unschöne Zwischenfälle, so beispielsweise den Ausschluss eines Fahrers und mehrere Stürze. Wir wollen uns hier aber auf die positiven Aspekte beschränken, zu denen zweifelsohne der Einsatz von 3D-gedruckten Cockpits gehört.

Keineswegs darf man die Fahrradcockpits mit denen eines Flugzeuges verwechseln. Im Radrennsport werden der Lenker und die daran befestigten Komponenten, also Schalthebel und Bremsen, als Cockpit bezeichnet. Chris Froome und Geraint Thomas nutzten während des Eröffnungsprologs bzw. Zeitfahrens Rennräder mit einem solchen Cockpit.

3D-gedrucktes Cockpit von unten
So sieht das 3d-gedruckte Pinarello Titan Fahrradcockpit von unten aus. (Bild: © Josh Evans / Immediate Media)

Der bisherige Träger des gelben Trikots, Froome sowie sein Kollege Geraint Thomas hatten an ihren Pinarello-Rennrädern spezielle 3D-Bike-Parts anbringen lassen. Versionen des 3D-gedruckten Titancockpits nutzen auch der Spanier Mikel Landa und der Kolumbianer Sergio Henao, die genau wie Froome und Thomas zum Team Sky gehören.

Pinarello ließ die 3D-Cockpits speziell für Froome und Thomas anfertigen. Beim 3D-Druck der Komponenten wurde sowohl die rechnerische Fluiddynamik als auch die sogenannte Finite-Elemente-Analyse angewandt, welche für Zeitfahren enorm wichtig sind.

Seitlicher Bick auf Titan 3D-Fahrradcockpit
Seitliche Ansicht eines für die Team Sky Rennfahrer Froome oder Thomas hergestellten Pinarello Cockpits. (Bild: © Josh Evans / Immediate Media)

Während des Rennens selbst müssen die Fahrer unterschiedliche Positionen einnehmen und verschiedene Taktiken einsetzen. So dürfen sie nicht im Windschatten (Slipstream) des Rennfahrers, der sich vor ihnen befindet, fahren, das Rad muss also viel aerodynamischer sein. Zugleich müssen sie die maximale Geschwindigkeit herausholen.

Wissenswertes über den 3D-Druck der Komponenten

Für die Herstellung der Titan-Bike-Komponenten nutzte Pinarello ein Pulverbett-3D-Druck-System. So wurden die Komponenten extrem leicht und erhielten ein strukturiertes Finish. Das Erscheinungsbild der bearbeiteten Komponenten ist im Gegensatz dazu sehr glatt.

Pinarello plant, die speziellen 3D-gedruckten Cockpits einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Interessenten können dazu ihren eigenen Körper scannen und Messungen vornehmen lassen, um weitere Variablen zu bestimmen. Nach diesen Vorarbeiten werden die 3D-gedruckten Cockpits innerhalb von 90 Tagen fertiggestellt. Jedem sollte natürlich klar sein, dass diese Premium-Produkte nicht billig sein werden, da sie ursprünglich für Zeitfahrspezialisten konzipiert wurden.

3D-gedruckte Pinarello Bremse
So sieht die 3D-gedruckte Pinarello Bremse aus. (Bild: © Josh Evans / Immediate Media)

Bei Froome, Landa und Henao wird erwartet, dass sie die 3D-gedruckten Komponenten beim Zeitfahren in Marseille, das am vorletzten Tag der Tour stattfindet, einsetzen. Da Thomas auf der neunten Etappe der Tour gestürzt ist, muss er mit dem nächsten Einsatz noch etwas warten. Einen umfassenderen Bericht zur Tour de France und der dort vorgestellten Neuigkeiten finden Sie (in englischer Sprache) auf der Webseite Bikeradar.

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