In Seattle hat eine Generalstaatsanwältin erfolgreich gegen eine Gesetzesvorlage der Trump-Regierung für den einfachen Zugang zu Online-3D-Druckvorlagen für Waffen geklagt. Der US-Bundesrichter stoppte die Gesetzesvorlage. Mit dieser Klage will die Anwältin verhindern, dass durch den vereinfachten Zugang mehr potenzielle Täter leichter zu schwer kontrollierbaren, 3D-gedruckten Waffen kommen.

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Die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James hat gemeinsam mit 20 weiteren Generalstaatsanwälten gegen eine US-Bundesverordnung geklagt, die den einfachen öffentlichen Zugang zu Vorlagen für 3D-gedruckten Waffen ermöglicht. Damit will sie vermeiden, dass es einfacher wird, Ghost Guns herzustellen, wie in einem Artikel in der NY Post berichtet wird.

Viele sind sich der Gefahr bewusst

Waffen aus dem 3D-Drucker
In Australien drohen einem Mann bis zu 20 Jahre Haft für Schusswaffen aus dem 3D-Drucker (Bild © NSW Police).

Vergangenen Oktober haben wir darüber berichtet, dass auch im District of Columbia über ein Verbot solcher Waffen nachgedacht wird. Und in New York wurden bereits im August 2019 die Regeln zum Besitz 3D-gedruckter Waffen verschärft. Richard Jones, Bundesrichter von Seattle, hat nun den Gesetzesvorschlag der Trump-Regierung blockiert, dass eben diese Vorlagen für Waffen aus dem 3D-Drucker einfach veröffentlicht werden dürfen. Er entschied, dass dies vor Gericht geklärt werden soll.

Waffenembargos, Exportkontrollen und andere Maßnahmen zur Einschränkung der Verfügbarkeit gefährlicher Waffen verlieren ihre Wirkung, wenn Pläne für 3D-gedruckte Waffen einfach so zugänglich sind.
Die französische Werbeagentur hat sich im Januar vor einem Jahr in einer Aktion mit einem Trick 3D-Druck-Vorlagen für Waffen unbrauchbar gemacht. Die Pläne sehen unauffällig aus, liefern aber im Endeffekt nach dem 3D-Druck keine brauchbaren Waffen.

Ghost Guns

Ghost Guns, also Waffen aus dem 3D-Drucker, bedrohen die Sicherheit jedes Mannes, jeder Frau und jedes Kindes in Amerika, erklärt James. Mit dieser Klage will die Anwältin verhindern, dass die Trump-Regierung aus Schulen, Büros und Kultstätten Tötungsfelder macht. Dass Waffen aus dem 3D-Drucker eine Gefahr für viele bedeuten, zeigt auch der Fall des Attentäters aus Halle. Dieser hat 3D-gedruckte Waffen für sein Vorhaben genutzt, in eine Synagoge einzudringen und dort wahllos Juden zu töten. Auch im US-Bundestaat Rhode Island gab es erst kürzlich einen Mord mit einer Waffe aus dem 3D-Drucker. Zum Glück wurde er aufgrund von Sicherheitsmaßnahmen der Einrichtung daran gehindert.

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