Der Branchenverband BITKOM hat in einer Umfrage unter Luftfahrtexperten herausgefunden, dass mehr als die Hälfte der Befragten den 3D-Druck im Flugzeugbau in naher Zukunft als primäres Fertigungsverfahren ansehen. 70 Prozent sehen sogar die Fertigung von Ersatzteilen direkt am Flughafen als realistisch.

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Nach einer Befragung von 102 Luftfahrtexperten durch den Digitalverband Bitkom wird sich der 3D-Druck in der Flugzeugproduktion bis zum Jahr 2030 durchgesetzt haben, wie 51 Prozent der Befragten mitteilten. Laut Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder kann der 3D-Druck die Flugzeugherstellung von Grund auf revolutionieren.

Mit dem 3D-Druckverfahren lassen sich selbst hochkomplexe Bauteile schnell und zu niedrigen Kosten herstellen. Der 3D-Druck liefert verbesserte Materialeigenschaften und Gewichtseinsparungen von durchschnittlich bis zu 50 Prozent, erklärte Rohleder, basierend auf dem Ergebnis der Umfrage im Vorfeld der „Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung“ (ILA 2016).

Wie er weiter ausführt, könnten gedruckte Komponenten zu einer Verbesserung der aerodynamischen Eigenschaften eines Flugzeugs führen und damit die Effizienz und Umweltbilanz von Flugzeugen optimieren. Von den Befragten sind 70 Prozent davon überzeugt, dass in Zukunft der 3D-Druck von kleine Ersatzteilen direkt am Flughafen möglich ist.

Hohe Lagerkosten würden entfallen

Zur Zeit müssen Fluggesellschaften wichtige Ersatzteile vorrätig haben oder bei Bedarf mit hohem Kostenaufwand erwerben. Die enormen Lager- und Logistikkosten könnten mit dem 3D-Druck von Ersatzteilen deutlich gesenkt und in einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil für die Fluggesellschaften resultieren.

Im Jahr 2030 werde die Produktion in der Luftfahrt durch Einsatz digitaler Technologien zum Großteil automatisiert ablaufen, schätzten 64 Prozent der Befragten. Digitale Simulationen werden bis 2030 eine Verbreitung gefunden haben, erwarten 91 Prozent der befragten Luftfahrtexperten. Zum Beispiel könnten damit ganze Flugzeuge oder einzelne Teile wie Turbinen am Computer erprobt werden. Auf 3D-grenzenlos halten wir Euch wie gewohnt in unserem kostenlosen 3D-Drucker Newsletter zum Thema auf dem Laufenden.

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