Die US-Regierung unter Präsident Joe Biden hat eine neue Verordnung vorgestellt, um die Verbreitung von illegalen Schusswaffen, die mit 3D-Druckern hergestellt werden können, einzudämmen. Das berichten zahlreiche Medien. Im Fokus steht dabei insbesondere die Bedrohung durch nicht registrierte, mit 3D-Druck hergestellte Feuerwaffen. Eine neu eingesetzte Taskforce soll das wachsende Problem analysieren und entsprechende Gegenmaßnahmen erarbeiten.
Taskforce zur Bekämpfung von 3D-gedruckten Waffen
Am 26. September kündigte das Weiße Haus an, dass im Rahmen der Biden-Harris-Administration eine „Emerging Firearms Threats Task Force“ gegründet wird. Diese Taskforce soll sich der steigenden Gefahr von 3D-gedruckten Waffen widmen und Wege finden, um die illegale Herstellung und Verbreitung dieser Waffen zu stoppen. Der Fokus liegt hierbei auf zwei Arten von Bedrohungen: Konvertierungsvorrichtungen, die halbautomatische Waffen in vollautomatische Waffen umwandeln, und vollständige Feuerwaffen, die mithilfe illegaler Software-Codes gedruckt werden können.
Laut der US-Behörde für Alkohol, Tabak, Feuerwaffen und Sprengstoffe (ATF) wurden zwischen 2017 und 2021 insgesamt 5.454 dieser illegalen Konverter sichergestellt. Diese Vorrichtungen können bereits für wenige Cent und in kurzer Zeit auf einem 3D-Drucker hergestellt werden. Sie machen es möglich, dass Waffen bis zu 20 Schüsse pro Sekunde abfeuern können. Obwohl diese Geräte bereits verboten sind, sind sie aufgrund ihrer geringen Größe und einfachen Herstellung schwer zu kontrollieren.
Herausforderungen bei der Verfolgung von 3D-Druck-Waffen
Ein weiteres Problem stellen 3D-gedruckte Waffen dar, die ohne Seriennummer hergestellt werden können. Dies erschwert es den Strafverfolgungsbehörden, diese Waffen nachzuvollziehen oder zurückzuverfolgen. Hinzu kommt, dass diese Waffen so gebaut werden können, dass sie von Metalldetektoren, wie sie etwa in Flughäfen oder Gerichten verwendet werden, nicht erkannt werden.
Lindsay Nichols vom Giffords Law Center betonte gegenüber Newsweek die Dringlichkeit, gegen diese neuartigen Bedrohungen vorzugehen: „Die Strafverfolgungsbehörden sehen sich zunehmend mit diesen gefährlichen Geräten konfrontiert, die Waffen extrem tödlich machen, aber so klein und leicht herzustellen sind.“ Nichols hob hervor, dass eine breite Unterstützung für Maßnahmen gegen diese Geräte besteht und die Sicherheitsbehörden alle notwendigen Werkzeuge erhalten müssen, um der Bedrohung zu begegnen.
Die Taskforce hat nun 90 Tage Zeit, um einen Bericht über das Ausmaß der Bedrohung sowie die Fähigkeiten der Bundesbehörden zur Entdeckung und Sicherstellung von 3D-gedruckten Waffen und Konvertierungsvorrichtungen zu erstellen. Darin soll auch festgehalten werden, welche finanziellen Mittel und Unterstützung durch andere Behörden nötig sind, um die neuen Herausforderungen im Waffenbereich zu bewältigen.






