Im australischen Adelaide wurde ein 24-jähriger Mann verhaftet, der Gewehre mit seinem 3D-Drucker herstellt und wegen diverser anderer Delikte den örtlichen Beamten bekannt ist. Zum Zeitpunkt seiner Verhaftung war er nur auf Grund einer Kaution auf freiem Fuß. Die mit einem handelsüblichen FDM-Desktop-3D-Drucker hergestellten Waffen bringen den jungen Mann vorerst ins Gefängnis.

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Der 24-jährige Artem Vasiljev aus dem australischen Adelaide wurde laut dem australischen Nachrichtenmagazin „9news.com“ im August wegen mehrerer terroristischer Straftaten und dem Besitz von Anweisungen zur Herstellung eines Sprengsatzes angeklagt. Nun wurden bei ihm auch zwei Waffen beschlagnahmt, die er mit einem handelsüblichen FDM-Desktop-3D-Druckern hergestellt haben dürfte.

Details zum Fall

Beschlagnahmtes Gewehr aus 3D-Drucker
Der 24jährige wurde wegen der 3D-gedruckten Waffen (im Bild) festgenommen (Bild © 9News).

Eine der beiden Waffen soll eine Kaliber 22-Schusswaffe sein, die er mit dem 3D-Drucker gebaut haben soll. Nach seiner ersten Anklage soll Vasilyev Munition angehäuft haben, obwohl er gerade erst wegen Waffendelikten auf Kaution freigelassen worden war. Die Anti-Terror-Einheit hat in Vasilyevs Haus Dokumente gefunden, die Informationen enthalten dürften, die bei der Vorbereitung auf einen terroristischen Akt nützlich sein könnten. Nun wurde dem 24-jährigen bei seinem neuen Gerichtstermin die Kaution verweigert, da er als extrem gefährlich für die Gemeinschaft gilt.

Die Staatsanwälte gehen davon aus, dass seine Fähigkeiten Aktivitäten im Internet betreffend so weit fortgeschritten sind, dass er jede Form der Kontrolle über seine Nutzung des Internets leicht umgehen könnte. Der Mann war bislang größtenteils im Internet aktiv, hat zu Hause sozial isoliert gelebt und lediglich Kontakt zu seiner Mutter. Er hat kürzlich einen australischen Pass beantragt, weshalb die Beamten davon ausgehen, dass er plant, das Land zu verlassen. Vorerst wird ihm das nicht gelingen, da er hinter Gittern sitzt.

Gefahr von 3D-gedruckten Waffen

Dass der 3D-Druck von Waffen durchaus als gefährlich eingestuft werden kann, zeigt auch ein Fall aus den USA. Dort wurde im Vorjahr der erste Mensch mit einer 3D-gedruckten Waffe getötet. Der 3D Printed Gun Safety Act wird außerdem unter dem neuen US-Präsidenten Joe Biden in den USA wieder eingeführt. Es handelt sich dabei um ein Gesetz, dass die Online-Verteilung von Blaupausen, Bauanleitungen und 3D-Druckvorlagen für Schusswaffen aus dem 3D-Drucker unter Strafe stellt. Auf unserer Themenseite „Kriminalität mit 3D-Druck“ erhalten Sie außerdem weitere Nachrichten zum Thema, über die wir auch regelmäßig im Newsletter informieren.

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