Wer Vorlagen für den 3D-Druck nutzt oder hier auf beliebte Figuren bzw. Motive zurückgreift, sollte dabei auch die rechtlichen Aspekte zum Schutz des geistigen Eigentums bedenken. Zu den rechtlichen Aspekten haben sich Forscher der School of Computing an der Universität von South Alabama Gedanken gemacht.

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Logo School of ComputingUnter dem Titel „Legal Aspects of Protecting Intellectual Property in Additive Manufacturing“ veröffentlichten die Autoren Brown, Yampolskiy, Gatlin und Andel ihre Gedanken zum Schutz des geistigen Eigentums im Rahmen der additiven Fertigung. Dabei unterteilten sie das Thema in die Design-Phasen Entwurf, Druckvorgang, fertiges Objekt und Verzierungen.

Besonders in der dritten Phase – dem fertigen 3D-Objekt – sehen sie Probleme beim Urheberrecht. In allen vier Phasen bestehen Probleme, wenn es sich um eine Handelsmarke handelt. Generell sehen sie den 3D-Druck aber innerhalb der rechtlichen Grenzen. Genauere Informationen lassen sich der nebenstehenden Tabelle entnehmen.

Aufstellung
Übersicht über die Schutzrechte beim 3D-Druck. (Bild: © 3dprintingindustry.com)

Es wird noch eine ganze Weile dauern, bis entscheidend gegen die Internet-Piraterie vorgegangen werden kann. Dies sieht man auch in vielen anderen Bereichen, beispielsweise der Musik- und Filmindustrie. Es bleibt abzuwarten, ob die additive Fertigung ihre Lehren daraus ziehen und präventiv gearbeitet wird.

Vor allem Software-Unternehmen suchen bereits jetzt nach neuen Ansätzen, die Internet-Piraterie einzudämmen. Manche stellen auf Abo-basierte Modelle um, was bei einer notwendigen Internet-Konnektivität eine Lösung darstellen kann.

Wasserzeichen auf 3D-Druckobjekten

Bei 3D-Druckobjekten arbeiten mehrere Firmen daran, Wasserzeichen auf ihre Vorlagen bzw. Drucke aufzubringen, um dadurch ein nicht autorisiertes Kopieren zu verhindern. Zu diesen Firmen gehört beispielsweise Infra-Trac, die einen „chemischen Fingerabdruck“ verwendet. Eine weitere Möglichkeit stellen Quantenpunkte, wie sie beispielsweise von HP F & E – Labors verwendet werden, sein.

Auf der rechtlich sicheren Seite dürften Nutzer sein, wenn sie Vorlagen verwenden, die als Creative Commons gekennzeichnet sind.

Sicher wird das neue Papier weiterhin für Gesprächsstoff sorgen und vielleicht dazu beitragen, die rechtlichen Voraussetzungen für den 3D-Druck und den Schutz des geistigen Eigentums allgemein zu verbessern.

Gedruckter Pirat.
Mit einem 3D-Drucker hergestellte Piratenfigur. (Bild: ©
Pirate 128mm by RazaTaj via Shapeways.com)

Angeregt zu diesem Artikel wurden wir von einem Artikel auf 3Dprintingindustries.com

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