
3D-Druck rechtzeitig auf Fehler untersuchen
Mit 3D-Druckverfahren, wie dem bekannten Fused Deposition Modeling (FDM), entstehen neue 3D-Objekte durch schichtweises Auftragen erhitzter Kunststofffilamente. Dabei können Fehler beim 3D-Druck auftreten, wie fehlende Schichthaftung, Hohlräume, Risse und Verzug des Bauteils. Die zerstörungsfreie Prüfung und Qualitätssicherung während des Druckprozesses und am fertigen Bauteil ist äußerst wichtig. Damit können Prozessparameter frühzeitig optimiert werden, Fehler erkannt, die Produktionseffizienz gesteigert und die Produktqualität kontinuierlich nachweisbar dokumentiert werden. US-Forscher haben vor zwei Jahren eine Methode zur zerstörungsfreien Prüfung von 3D-gedruckten Metallobjekten vorgestellt, bei der Eis und Ultraschallwellen zum Einsatz kommen.
Zerstörungsfreie Prüfung mit Wärmebildkamera

Das SKZ hat langjährige Erfahrung in zerstörungsfreier Prüfung. Ein speziell für die additive Fertigung konzipiertes kostengünstiges thermografisches Prüfsystem erkennt Fehlstellen mithilfe einer Wärmebildkamera. Zu den Fehlstellen gehören typische und produktionsbedingte Fehlstellen wie fehlende Schichthaftung, Poren oder Geometrieabweichungen. Benutzer- und produktspezifische Abbruchkriterien für den Druckprozess zu hinterlegen können Ausschuss und Reklamationsfolgekosten deutlich reduzieren.
Während des Bauteildrucks wird das Ergebnis durchgehend visualisiert. Interessierte Unternehmen können ihre Produkte mit dem neuen Prüfsystem kostenlos im SKZ testen, um herauszufinden, ob das Messverfahren für das jeweilige Unternehmen geeignet ist. Das SKZ ist Mitglied der Zuse-Gemeinschaft, einem Verbund unabhängiger industrienaher Forschungseinrichtungen. Dieser hat das Ziel, die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Industrie durch Vernetzung und Innovation zu verbessern.






