In der wachsenden Welt des 3D-Drucks hat sich nun ein spannendes Projekt aus Indien hervorgetan. Die in Chennai ansässige Start-up-Firma Agnikul hat den Plan gefasst, eine Rakete mittels 3D-Druck zu erstellen und sie ins All zu schicken.
Agnikul hat jüngst beachtliche $26,7 Millionen in einer Series-B-Finanzierungsrunde gesammelt, wodurch das bisherige Kapital des Unternehmens auf insgesamt $40 Millionen anwächst. Diese finanzielle Unterstützung wird es der Firma ermöglichen, ihr eigenes Startfahrzeug und einen innovativen 3D-gedruckten Raketentriebwerk zu entwickeln.
„Agnibaan Satellitenstartfahrzeug

Das Herzstück des Vorhabens ist die „Agnibaan“, ein kleines Satellitenstartfahrzeug, das dazu konzipiert wurde, Nutzlasten von bis zu 100 Kilogramm in einen erdnahen Orbit zu transportieren. Der Name „Agnibaan“ leitet sich vom Sanskrit-Wort für „Pfeil des Feuers“ ab. Die Rakete wird mit dem modernen „Agnilet“-Triebwerk ausgestattet sein. Dieses Triebwerk wird als „semi-kryogen“ bezeichnet und verwendet eine besondere Kombination aus flüssigem Kerosin bei Raumtemperatur und extrem kaltem flüssigem Sauerstoff, um das Startfahrzeug ins All zu befördern.
Im August dieses Jahres hat Agnikul den Integrationsprozess für seinen „Agnibaan SOrTed“ (SubOrbital Technological Demonstrator) gestartet. Diese komplexen Integrationsarbeiten finden derzeit in den spezialisierten Einrichtungen des Unternehmens im Satish Dhawan Space Centre (SDSC) SHAR statt, das in der Küstenstadt Sriharikota gelegen ist.
Indiens erste private Startrampe
Bemerkenswert ist, dass der Startplatz von Agnikul und das Kontrollzentrum für die Mission nur etwa vier Kilometer voneinander entfernt liegen und zusammen Indiens erste private Startrampe bilden. Dieser historische Weltraum-Hub wurde am 28. November des vergangenen Jahres vom Vorsitzenden der Indian Space Research Organisation (ISRO), Herrn S. Somanath, offiziell eingeweiht.
Mit dieser kürzlichen Kapitalzufuhr hat Agnikul einen wichtigen Schritt in Richtung seiner Vision gemacht, den Raumfahrtsektor weiter voranzutreiben. Mit Projekten wie Agnibaan und Agnilet steht das Start-up aus Chennai bereit, die Zukunft der Raumforschung maßgeblich zu beeinflussen.






