Leichter als Gips. Wasserfest. Und schneller in der Knochenheilung. Das verspricht ein neuer Verband für Knochenbrüche, der mit einem 3D-Drucker hergestellt wird. Auf diesem lukrativen Markt versuchen sich gleich mehrere Unternehmen zu platzieren.

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Seit dem Jahr 1851 wird die Knochenheilung mit einem Gipsverband unterstützt, doch mit fortschreitender Entwicklung der 3D-Drucker soll diese traditionelle Heilmethode eine Modernisierung erfahren, an der sich mittlerweile mehrere Start-ups versuchen. Der Verband aus dem 3D-Drucker ist eine maßgeschneiderte Einfassung aus Kunststoff mit diversen Auslassungen. Die Gitterform erlaubt es dem Arzt, an Verletzungen zur Untersuchung und Behandlung zu gelangen.

Verband für Knochenbruch aus 3D-Drucker
Schnellere Heilung: Verband für Knochenbruch aus einem 3D-Drucker (Bild © Pinterest/Ciencia física biología).

Zum Beispiel sei eine Stimulierung des Knochens mit Ultraschall möglich, damit die Heilung eine Beschleunigung erfährt. Das Material ist leichter als Gips, wasserfest und über die integrierten Löcher ist Luftzirkulation möglich. Der Heilungsprozess ist im Vergleich zu einem klassischen Gipsverband deutlich angenehmer.

Die Herstellung der Gitterform erfolgt, indem im Vorfeld das gebrochene Körperteil eingescannt und mit einer Software ein passendes Gittermodell erstellt wird. Nach rund drei Stunden ist der 3D-Druck, des aus zwei Teilen bestehenden 3D-Verbands, abgeschlossen.

Die Kosten für einen 3D-Verband belaufen sich auf 2000 bis 5000 US-Dollar und sind umgerechnet zwischen ~1800 und 4500 Euro.

Neben dem schon bekannten Unternehmen Osteoid (Link oben) haben sich jetzt auch das mexikanische Unternehmen MediPrint und Xklet aus Spanien auf den 3D-Druck von Verbänden zur Knochenheilung spezialisiert. Der 3D-Verband von Xklet wurde bereits mit einem „Red Dot Award“ ausgezeichnet und testet das neue Heilverfahren an zwei Patienten.

Die klinische Testphase startet im September und Xklet konnte bereits Verträge mit den größten Versicherungen Spaniens abschließen. Nach Einschätzung des CEO Jordi Bandaji könnte der Verband aus dem 3D-Drucker in einem Zeitraum von sechs Monaten in Krankenhäusern eingesetzt werden. Über alle Neuigkeiten zu diesem Thema berichten wir in unserem kostenlosen 3D-Drucker-Newsletter.

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