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Der Designer Deniz Karashin entwickelte ein Konzept mit dem sich Knochenbrüche um bis zu 80% schneller heilen lassen könnten. Das Konzept sieht dafür lediglich ein 3D-Objekt und ein Ultraschallsystem vor. Das Objekt aus Plastik, erstellt mit einem 3D-Drucker, ersetzt das üblicherweise verwendete Material Gips und ist geruchsfrei und wesentlich leichter. Das Konzept mit dem Namen Osteoid wurde jetzt mit einem populären Design-Award ausgezeichnet.

Foto des Osteoid
Gipsarm der Zukunft? Das Modell für den Arm stammt aus dem 3D-Drucker und wird mit dem Ultraschallsystem verbunden um eine beschleunigte Heilungsdauer zu erreichen (Bild © adesignaward.com).

Innovationen, Zukunft und Visionen in der Medizin: Im letzten Jahr hatte der Student Jake Evill von der Wellington University ein Konzept entwickelt, welches die klassischen Gipsabgüsse ersetzen könnte. Außerdem bietet das Konzept den Vorteil einer Geruchsfreiheit und geringen Gewichts. Nun entwickelte man ein neues Konzept, welches von Deniz Karasahin stammt und zwar ein Ultraschall-Gerät welches den Heilungsprozess von Knochen beschleunigen soll.

Das Osteoid gewann in diesem Jahr den A´Design Award für 3D-Druckformen. Inspiriert wurde die Knochenmatrix durch die schwammartige Substanz die sich in Knochen befindet. Laut Karasahin´s Team würde das Leichtbau-Konzept maßgeschneiderte Knochen für Patienten bedeuten und dabei könnten auch bestimmte Farben verwendet werden.

Am bedeutendsten ist allerdings das inkludierte Ultraschallsystem. Die Ultraschallsysteme mit niedriger Intensität (LIPUS-Systeme) existieren bereits und fördern nachweislich die Knochenbruch-Heilung. Verbesserungen der Heilungsraten um 80 Prozent sind möglich. Der nächste Schritt wäre die Entwicklung eines Verschlussmechanismus, der die Gliedmaßen schützt.

Mit der Kombination aus passgenauem Objekt zur Stabilisierung des Armes und bewährter Ultraschalltechnik könnte in den Augen einiger Mediziner die Knochenheilung erheblich beschleunigt werden und den Krankenhausaufenthalt für Patienten verkürzen. Das dürfte nicht nur die Patienten freuen sondern auch die Krankenkassen. In Verbindung mit der 3D-Knochenmatrix könnten also Mediziner, Patienten und Krankenkassen von dem Osteoid-Konzept profitieren.

Foto Gipsarm der Zukunft
Im Vergleich zum Gipsarm doch deutlich ansehnlicher. Betroffene können beim Osteroid verschiedene Farben wählen, die anschließend vom 3D-Drucker erstellt werden. (Bild © adesignaward.com).
Foto Osteoid mit Ultraschallsystem zur Heilung von Knochenbrüchen
Optisch nicht schlecht anzusehen. Der „Plastikarm“ ist dauerhaft mit dem Ultraschall verbunden, das bequem mit sich geführt werden kann (Bild © adesignaward.com).

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