Dem Nano-3D-Druck-Unternehmen UpNano ist die Entwicklung des Materials „UpBlack“ gelungen. Dabei handelt es sich um ein schwarzes Material, das für die Zwei-Photonen-Polymerisation (2PP) verwendet werden kann. Komplette optische Systeme könnten so in nur einem Schritt hergestellt werden.

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Der auf Zwei-Photonen-Polymerisation-3D-Druck (2PP) spezialisierten UpNano GmbH ist die Entwicklung eines schwarzen Materials für die 2PP gelungen. Bisher wäre 3D-Druck hochpräziser Strukturen damit nicht möglich gewesen, da nicht-lichtdurchlässige (schwarze) Materialien die Polymerisationseffizienz des Druckprozesses stark reduzieren. Das Material trägt den Namen UpBlack und kann mit dem transluzenten Material UpOpto kombiniert werden. Dadurch können komplette optische Systeme (Linsen & Halterungen) mit nur einem Drucksystem hergestellt werden, wie UpNano dem 3D-grenzenlos Magazin in einer Pressemitteilung erklärt.

Details zu UpBlack

UpNano konnte die Strukturen mit seinem NanoOne 2-Photonen 3D-Drucksystem über 12 Größenordnungen drucken. Das Unternehmen erklärt, dass die Laserstärke des NanoOne (von bis zu 1 Watt) – etliche Male stärker als in vergleichbaren Systemen ist. Der Laser ist stark genug, trotz hoher Lichtabsorption von UpBlack ausreichend Energie für die Photopolymerisation des flüssigen Photopolymers während des Herstellungsprozesses bereitzustellen, wodurch die Polymerisation überhaupt möglich wird.

UpBlack eignet sich für den 3D-Druck optischer Systeme, die oft nicht-durchlässige Halterungsstrukturen für Linsen oder andere transluzente optische Teile benötigen. Bei hoher Auflösung sei dies mit dem NanoOne-3D-Drucker möglich.

Bernhard Küenburg, CEO von UpNano, erklärt:

„Ergänzend haben wir ein kommerziell erhältliches, optisch transparentes Material entwickelt. Unser UpOpto besticht durch seine außergewöhnlich niedrige Fluoreszenz, die ansonsten ja oft mit vielen optischen, biologischen und medizinischen Anwendungen interferiert.“

Zertifizierungen

UpOpto zeigt hohe Biokompatibilität und wurde aufgrund der Nicht-Zytotoxizität nach EN ISO 10993-5:2009 zertifiziert. Für Kunden, die mit Mikrofluiden arbeiten, ist das sehr wichtig. Küenburg erklärt, dass Kunden durch die Kombination von UpBlack und UpOpto vollständige optische Systeme mit nur einem System herstellen können.

Mitarbeiterin neben 3D-Drucker NanoOne
Der 3D-Drucker NanoOne (im Bild) half UpNano bei der Entwicklung des neuen Materials (Bild © UpNano).

Das Unternehmen wurde außerdem kürzlich nach der ISO 9001-Norm zertifiziert, was den starken Fokus auf Qualitätsmanagement des Unternehmens zeigen soll. Weiter erhielt UpNano die ISO 14001-Zertifizierung verliehen, die die Einführung eines effektiven Umweltmanagementsystems bestätigt.

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