Additive Fertigungsverfahren kommen immer häufiger zur Anwendung. Die Bereiche, in denen sich der 3D-Drucker als nützlich erweist, erweitern sich stets. Wie aber sieht es mit der Gesundheit und der Sicherheit am Arbeitsplatz aus?

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Heute schon findet man additiv gefertigte Produkte häufig in der Automobilindustrie und im medizinischen Bereich. Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) geht davon aus, dass der 3D-Druck noch weitere Bereiche in der Produktion sinnvoll ergänzen wird. In einer Broschüre geht die Agentur näher auf die additive Fertigungstechnologie ein und zeigt auch Risiken und Chancen auf, die sich durch die Nutzung von 3D-Druckern ergeben.

Elektroauto Honda Micro aus dem 3D-Drucker.
Der Fahrzeugrahmen dieses Honda Micro Commuter Elektroautos wurde vollständig mit einem 3D-Drucker hergestellt. (Bild: © Tim Stevens/Roadshow / CNET)

Man muss heute kein großes Lager oder eine Firma betreiben, um wichtige Bauteile herzustellen. Mit dem 3D-Druck ist die Produktion von Einzelstücken kein Problem mehr. So kann jeder schnell zum Händler werden. Neue Jobs gibt es auch in der Programmierung, der Entwicklung, dem Design und der Produktion. Das alles sind großartige Aussichten, doch wie sieht es mit den Risiken aus?

Der englischsprachige Bericht3D-printing and additive manufacturing – the implications for OSH“ fasst einen großen Teil der Risiken zusammen. Natürlich bietet der 3D-Druck auch Chancen, Verbesserungen. Doch die Risiken überwiegen – noch. Eine dieser Risiken ist die Emission, die durch den Drucker und die verwendeten Materialien entstehen kann. Wird ein Gerät in Bewegung gebracht, entsteht eine mechanische Gefahr. Bei 3D-Druckern darf man auch die elektrische wie auch die thermische Gefahr nicht außer Acht lassen.

Produktion der Zukunft
Das Fraunhofer IWU forscht an der Produktion der Zukunft. Darunter zählt auch der 3D-Druck (Bild © Fraunhofer IWU).

Die im Folgenden genannten Probleme treten natürlich auch in anderen Bereichen auf. Doch die technische Innovation des 3D-Drucks lässt unsere Psyche nicht zur Ruhe kommen. Die additive Fertigung erspart viele Arbeitsprozesse, was mancherorts zum Verlust des Arbeitsplatzes führen kann. Dies birgt eine gewisse Jobunsicherheit, die belastet. Auch immer und immer wieder dieselben, monotonen Arbeiten und Vorbereitungen für Druckprozesse durchzuführen, geht am Mitarbeiter nicht spurlos vorbei.

Rechtlich stellt sich die Frage: Begeht man eine Urheberrechtsverletzung, wenn man ein Produkt mit dem 3D-Drucker nachdruckt? Wer haftet für Schäden? Wie sieht es mit Qualitätsstandards aus?

Der 3D-Druck ist definitiv ein beeindruckende Innovation. Er wird in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen. Bei all den Vorteilen darf man die Risiken nicht vergessen. Es werden noch viele Fragen zu klären sein. Dann aber steht der additiven Fertigung eine sichere Zukunft in der Produktion bevor.

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