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3D-Druck der Sensoren

Für den 3D-Druck dieser Sensoren wird eine Tinte auf Graphenbasis mit einer faltigen Mikrostruktur hergestellt. Die hoch flexiblen Falten verhindern, dass der Sensor aufgrund wiederholter oder großer Verformungen des Reifens beschädigt werden oder ausfallen. Im Vergleich zu herkömmlichen Sensoren sind Graphensensoren empfindlicher und liefern eine höhere Leistung. Die 3D-Druck-Methode der Forscher führt zu Kosten von 2,7 Cent pro 3D-gedrucktem Dehnungssensor.
Dabei setzt das Verfahren auf ein Aerosol mit Silbernanopartikeln für einen optimierten 3D-Druck-Prozess. Graphenoxidschichten werden chemisch reduziert, um reduziertes Graphenoxid mit erhöhter Leitfähigkeit zu erhalten. Diese Sensoren lassen sich auf verschiedene Substrate drucken. Die Anwendungsbereiche gehen über Reifenmaterialien hinaus. Bisher waren Sensoren auf externe Stromquellen angewiesen, die in der Regel starr sind und deren Entwicklung und Integration mehrere Schritte umfasst, was das Ganze komplexer und teurer macht.
Die Zukunft gehört intelligenten Reifen
Experten des finnischen Reifenherstellers Nokian Tyres gehen davon aus, dass intelligente Reifen innerhalb von fünf Jahren alltäglich sein werden. Autonomes Fahren sei in Zukunft stärker verbreitet, weshalb aufgrund der notwendigen Sicherheitsanforderungen intelligente Reifen wichtig wären. Ohne Fahrer müssen Reifenzustand und Sicherheit anders gemessen werden. Sensoren und verbundene Technologien sollen dazu die Informationen direkt an Bord- oder Remote-Systeme weiterleiten.
Mit diesen Daten werden autonome Entscheidungen bezüglich Reifenzustand, Temperatur, Druck, Griffigkeit und Verschleiß sowie Austausch getroffen. Vernetzte Servicemodelle werden eine stärker automatisierte vorbeugende Wartung wie z. B. Reifenersatzdienste erfahren, bei denen Sensoren die Bordsysteme über die Notwendigkeit eines Austauschs informieren.

Eine derartige Sensortechnologie in herkömmliche Reifen zu integrieren wäre auch bei aktuellen Fahrzeugmodellen möglich. Das könnte die Anzahl der Verkehrsunfälle aufgrund von Reifenproblemen verringern.
Video: 3D-Druck von piezoelektrischen Sensoren
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