Testbericht:

Der SparkMaker SLA UV 3D-Drucker im Test – Was taugt der Desktop-SLA-3D-Drucker für unter 250 Euro?

Der SparkMaker SLA UV ist ein Desktop-3D-Drucker der mit Hilfe von UV-Licht einen lichtaushärtenden Kunststoff (Photopolymer), zum Beispiel Acryl-, Epoxid- oder Vinylesterharz, schichtweise aushärtet. So entsteht aus dem flüssigem Kunststoff ein äußerst präzises 3D-Objekt. Eben aufgrund der hohen Detailgenauigkeit sind SLA-3D-Drucker oft teurer als handelsübliche FDM/FFF-3D-Drucker. Kann es also einen preisgünstigen SLA-Desktop-3D-Drucker für Privatanwender geben? Ja, antwortet der Hersteller WOW! und bietet einen SLA-3D-Drucker für unter 250,00 Euro. Wir haben den SparkMaker SLA UV 3D-Drucker einmal genauer untersucht und getestet. Auf dieser Seite finden Sie unsere ausführlichen Testbericht.

Was bietet dieser Test?

Auf der Suche nach einem 3D-Drucker mit überdurchschnittlichen Druckergebnissen landen viele Einsteiger – aber auch erfahrene 3D-Drucker-Anwender – schnell beim SLA 3D-Druckverfahren. Bei der Stereolithografie (SLA) entsteht das 3D-Objekt aus einem Flüssigbad aus Photopolymer. Ein Laser fährt Schicht für Schicht durch die Flüssigkeit und härtet an den gewünschten Stellen das Polymer. So entsteht schichtweise (additiv) ein Objekt. Das SLA-3D-Druckverfahren gilt im Vergleich zum FFF/FDM-3D-Druckverfahren als detailreicher, genauer, teurer und findet deshalb häufig nur im professionellen Bereich seinen Einsatz. Kann also ein SLA-3D-Drucker als Desktop-Variante bestehen, der dann nicht einmal 250 Euro kostet? Einen Test ist es uns wert. Immerhin erreichte der ebenfalls schon sehr preiswerte Anycubic Photon durchaus gute Druckergebnisse. Dieser kostet allerdings fast das Doppelte (was für einen SLA-3D-Drucker trotzdem noch ein sehr günstiger Preis ist).

Was taugt als der SparkMaker SLA? Ein 3D-Drucker, dessen Hersteller verspricht der sei leicht zu bedienen und liefert gute Druckergebnisse? Unser nachfolgende Test und hier vorliegende Testbericht soll dem interessierten Leser – zumeist Einsteiger oder erfahrenere Anwender, die sich einmal im SLA-3D-Druck ausprobieren möchten, ohne viel Geld dafür auszugeben – zeigen, welche technischen Eigenschaften der SparkMaker liefert und was der Käufer für sein Geld erwarten kann.

SparkMaker 3D-Drucker
Der SparkMaker SLA 3D-Drucker von WOW! im Test. Was taugt der SLA-3D-Drucker für unter 250 Euro?

Infos zum Hersteller und die Geschichte des SparkMaker SLA

Der SparkMaker SLA-3D-Drucker vom chinesischen Hersteller WOW! war im Jahr 2017 ein erfolgreiches Projekt auf Kickstarter: Obwohl das Ziel auf 20.000 US-Dollar gesetzt war, wurden 500.000 US-Dollar bis zum Ende der Kampagne gesammelt. Für Early Birds gab es den SLA-3D-Drucker für gerade einmal 100 Euro (wir berichteten). Der SparkMaker kostet zur Zeit weniger als 250 Euro – es dürfte sich damit um den weltweit günstigsten SLA-3D-Drucker handeln, der käuflich erwerbbar ist. Heute ist WOW! ein interessantes Unternehmen mit vielen Innovationen in der 3D-Druckerwelt. Ganz neu ist der Desktop-SLA-3D-Drucker SparkMaker FHD, über den wir in dieser Woche berichteten und der ebenfalls nach nur wenigen Stunden sein Finanzierungsziel bei Kickstarter erreichte. Zum Zeitpunkt dieses Testberichts befand er sich auf Rekordjagd die 1 Millionen Euro Crowdfunding zu erreichen.

Funktionsweise

Der SparkMaker SLA verwendet die Stereolithografie, gelegentlich auch als „Harzdruckverfahren“ berzeichnet und härtet Photopolymerharz mit Hilfe von UV-Licht. Das Licht wird in´m Fall des SparkMaker SLA von einem LCD-Panel an der Geräteunterseite bereitgestellt, wobei eine ganze Schicht vervollständigt wird. Dadurch ist der SparkMaker SLA UV 3D-Drucker etwas schneller als preislich vergleichbare FDM-3D-Drucker.

Sehr kleines Bauvolumen: Was beim SparkMaker SLA sofort nach dem Auspacken auffällt: Sein Bauvolumen ist ziemlich klein, wie es bei 3D-Druckern mit Harz auch häufig der Fall ist. Diese werden meistens zum 3D-Druck von kleinen aber hochauflösenden Objekten, wie zum Beispiel Schmuck verwendet. So ist der SparkMaker SLA-3D-Drucker in der Lage, viele hochauflösende und nützliche Projekte zu ermöglichen. Dennoch sollten Sie nicht viel erwarten, da es sich hier um ein kostengünstiges Gerät handelt. Mit dem SparkMaker kann man im Offline-Modus drucken, da das zu druckende 3D-Modell auf einer SD-Karte gespeichert und anschließend gedruckt werden kann. Diese Funktion wird häufig nur auf teuren 3D-Druckern angeboten, was überraschend auch beim SparkMaker vorhanden ist, da er als eine günstige Alternative in der 3D-Druckerwelt gilt. Um im Offline-Modus zu drucken genügt es nur, dass Sie die SD-Karte einlegen und die Taste „Only“ drücken. Danach beginnt der Druckvorgang.

SparkMaker SLA 3D-Drucker Shop

Zusammenbau, Einrichtung und erste Druckversuche

Da der SparkMaker SLA-3D-Drucker fast zusammengebaut geliefert wird, sparen Sie sich die üblich notwendige Zeit für den ganzen Aufbau. Wir erklären in 15 einfachen Schritten, wie der SparkMaker zu Ende aufgebaut und eingerichtet wird sowie im Anschluss zum 3D-Drucken verwendet wird.

  1. Fügen Sie in das SparkStudio das STL-Dateienmodell hinzu.
  2. Speichern Sie die Datei auf der SD-Karte.
  3. Beim ersten Druck muss die Bauplatte eingestellt werden, aber beim nächsten Mal kann dies ausgelassen werden.
  4. Lösen Sie an beiden Seiten der Plattform die vier Schrauben.
  5. Senken Sie die Bauplattform bis zum tiefsten Punkt, indem Sie den Knopf drehen.
  6. Drücken Sie die Bauplattform herunter und schrauben Sie an beiden Seiten der Plattform die vier Schrauben wieder fest.
  7. Gießen Sie weniger als 120 g Harz in den dafür vorgesehenen Tank
  8. Legen Sie in den Steckplatz die SD-Karte ein.
  9. Drücken Sie die Taste vorne und beginnen Sie mit dem 3D-Druck
  10. Der Druck ist fertig.
  11. Lösen Sie den Griff und entfernen Sie die Bauplattform
  12. Entfernen Sie die Modellstützen.
  13. Reinigen Sie mit 99%-igem Alkohol (12,49 €/Liter auf Amazon) das 3D-gedruckte Modell.
  14. Bestrahlen Sie ca. 2-3 Minuten das 3D-Modell mit UV-Licht.
  15. Jetzt ist das 3D-gedruckte Modell endgültig fertig.

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Produktspezifikation

  • Marke: SparkMaker
  • Typ: Komplette Maschine
  • Technologie: SLA (Stereolithographie)
  • Produktgewicht: 2 kg
  • Paketgewicht 3 kg
  • Produktgröße: 17 x 17 x 27,50 cm
  • Paketgröße: 34 x 34 x 34 cm
  • Druckgeschwindigkeit: 8 -15 s / Schicht
  • Schichtauflösung: 10 Mikrometer
  • Benutztes Material: Harz
  • Spannung: 24 V
  • Arbeitsleistung: 48 W
  • XY-Achse Positionierungsgenauigkeit: 0,01 mm
  • Positioniergenauigkeit der Z-Achse: 0,002 mm
  • Konnektivität: SD-Karte
  • Verpackungstyp: Zusammengesetzte Verpackung

Lieferumfang

In der Verpackung wird neben dem 3D-Drucker folgende Ausstattung geliefert:

  • Stromversorgung für Ihr Land
  • Rote Kunstkopfabdeckung, die das Harz flüssig hält, indem UV-Licht blockiert wird
  • Sechskantwerkzeug
  • Flasche mit speziellem LCD-W-Harz

Sie benötigen noch zusätzliche Teile, bevor Sie mit dem 3D-Druck beginnen:

  • Etwas wie eine Metallspatel, um die fertigen Drucke von der Bauplatte zu entfernen.
  • Eine 5 l Flasche mit 99 % Isopropanol, das zur Reinigung benutzt wird.
  • Plastikhandschuhe, um sich vor Harz zu schützen und weil SLA oft ein chaotischer Prozess ist.

Design und Bauqualität

Der SparkMaker SLA-3D-Drucker ist so preiswert, weil der Großteil des Geräts aus Kunststoff besteht. Deswegen fühlen sich die Teile ein wenig billig und dünn an. Der SLA-3D-Drucker von SparkMaker hat auch einen Konstruktionsfehler, und zwar ein winziges Teil namens Leitspindel. Es sorgt dafür, dass sich entlang der Z-Achse die Bauplatte gleichmäßig bewegt oder sie sollte dies zumindest tun. Aufgrund des fehlerhaften Designs der Leitspindel sind Bewegungen manchmal anfällig für periodische Sprünge, was während des Druckprozesses Probleme verursacht. Es gibt eine Lösung dafür, wenn Sie einen anderen 3D-Drucker besitzen: Drucken Sie einfach eine neue Leitspindel und tauschen Sie die fehlerhafte aus. Dies verbessert drastisch die Konsistenz und die Erfolgsquote des Druckers, weshalb Sie diese Schraube definitiv ersetzen sollten.

Abgesehen von diesem kleinen Mangel funktioniert der Rest des SLA-3D-Druckers ziemlich gut. Der Harzbehälter kann zum Beispiel einfach entnommen und ersetzt werden, da er abnehmbar ist. Zudem wird mit nur einer einzigen Noppenschraube die Druckplatte befestigt, wodurch der Druckvorgang optimiert wird. Der SparkMaker kann einfach auseinandergenommen und bearbeitet werden, was sehr vorteilhaft ist.

Benutzeroberfläche und Software

Die Benutzeroberfläche ist praktisch nicht vorhanden und enthält nur einen Druckknopf, aber im Vergleich zu anderen Druckern mit ähnlichem Design, bietet der SparkMaker jedoch alles. Sie müssen auch ohne Bildschirm auskommen, weshalb Sie auf einige hilfreiche Funktionen verzichten. Zudem erkennt der SparkMaker nur Dateien unter dem Namen Print.wow. Die begleitende Software SparkStudio entschädigt teilweise diese Probleme mit einer herausragenden Benutzeroberfläche, die gleichzeitig einfach zu bedienen und funktionsreich ist. Um es anders auszudrücken: Es ist zugänglich und einfach für Anfänger und bietet umfangreiche Optionen bei der Druckanpassung an, sodass auch fortgeschrittene Benutzer nicht kurz geraten. SparkStudio hat auch ein paar Mängel, wie zum Beispiel ein Skalierungsfeher, der die Größe, Höhe, Breite oder Länge nach Zufallsprinzip anpasst, ohne irgendwelche Warnungen oder Hinweise zu geben. Trotz ein paar Mängel hat SparkStudio ein enormes Potenzial, aber für diesen Preis kann man auch kein sophistiziertes Programm ohne Mängel erwarten.

Druckleistung

Dank der maximalen Auflösung der Z-Achse (10 Mikrometer) kann der SparkMaker erstaunliche Details und feine Geometrie in 3D drucken. In puncto Druckqualität überwiegen die Vorzüge des SparkMakers, was für maximal 300 US-Dollar ein sehr gutes Ergebnis ist. Die Druckqualität ist aber nur ein Teil. Dazu kommen noch die Zuverlässigkeit und die Konsistenz, wo SparkMaker wegen kleinen Hardware- und Softwarefehlern eine überdurchschnittliche Fehlerrate hat, weswegen die Möglichkeit besteht, dass der Druck auf der Bauplatte nicht korrekt haftet.

Fazit

Insgesamt verdient der SparkMaker SLA-3D-Drucker eine gute Note, da er trotz diverser Mängel doch für seinen Preis akzeptable Ergebnisse liefert. Er ist außerdem kompakt und  und lässt auch weniger giftige Dämpfe aus wie manch anderes Gerät im Niedrigpreisbereich. Zudem ist der Preis absolut unschlagbar. Dennoch kommt es mit dem SparkMaker SLA UV auch immer wieder zu Fehldrucken und der Anwender sollte kein Gerät der Extraklasse erwarten. Er ist und bleibt ein 3D-Drucker für preisbewusste Anfänger und erfahrenere Nutzer die ein Zweitgerät benötigen und erste Gehversuche bei der Stereolithografie machen möchten. Wer kein Risiko eingehen möchte und einen zuverlässigen SLA-3D-Drucker mit guten Druckergebnissen sucht, der sollte lieber 200 € mehr ausgeben und zum Anycubic Photon greifen.

Kaufen und Preisvergleich

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  • Artikelbeschreibung in deutscher Sprache

SparkMaker SLA 3D-Drucker Shop

Preise vom 26.08.2018. Ohne Gewähr. Preise können aufgrund von Änderungen beim Dollar-Wechselkurs und Preisänderungen der Händler abweichen.

Disclaimer: Es handelt sich bei diesem Artikel um Sponsored Content. Gearbest hat uns den SparkMaker SLA kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt, aber zu keiner Zeit uns Vorgaben gemacht, was wir über den 3D-Drucker schreiben. Gearbest hat somit keinen Einfluss auf den Inhalt dieses Testberichts genommen.


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