
Nähgerät für minimalinvasive Chirurgie

Ein Patient, der sich einem minimalinvasiven Eingriff unterzieht, benötigt kürzere Rekonvaleszenzzeiten und profitiert oft von besseren Heilungsergebnissen und weniger Komplikationen. Für sehr präzise Eingriffe auf engstem Raum fehlt es an den richtigen Instrumenten. Das Nähgerät, das Sutrue entwickelt hat, wurde für die Schlüsselloch-Chirurgie entwickelt, für laparoskopische und robotergestützte Eingriffe. Es gab bislang noch kein Instrument, das den für die minimal-invasive Chirurgie erforderlichen geringen Durchmesser von nur acht Millimetern erreicht.
Alex Berry, Gründer und technischer Leiter des bei Colchester in England ansässigen Unternehmens Sutrue, hatte die Idee für das Gerät, als er sich 2008 von einem gebrochenen Knöchel erholte. Das Unternehmen entwickelte ein Handgerät, das automatisch eine Nähnadel mit Faden durch das Gewebe und wieder in das Gerät zurückführt. Die Nadel dreht sich dabei auf einer festen Bahn aus dem Gerät heraus und wieder hinein, während sie auf der dritten Achse waagerecht bleibt. Der Prototyp verfügt über Spitzen aus Stahl. Das bedeutete aber einen hohen Zeitaufwand und machte die Änderungen am Design schwerer.
Nadelführung mit 3D-Druck optimiert
Um die Stabilität der Nadelführung zu verbessern, musste eine der wichtigsten Komponenten der Spitze verändert werden. Die maschinelle Bearbeitung des Teils hätte die Erprobung des Produkts deutlich verzögert, erhebliche Kosten verursacht und keinen Spielraum für verschiedene Varianten gelassen. Dank des 3D-Drucks konnten verschiedene Versionen getestet werden und in kurzem Zeitrahmen verschiedene Toleranzen geprüft. Die Ästhetik konnten die Mitarbeiter ebenfalls berücksichtigen und die Teile im Anschluss in zwei verschiedenen Farben drucken lassen.
Alex Berry, Gründer und technischer Leiter bei Sutrue, sagte:
„Dank der Genauigkeit der Mikro 3D-Drucker von BMF konnten wir drei verschiedene Teile ausprobieren, um die ideale Lösung zu finden. Nun funktioniert unser Gerät wie geplant, ohne die Kosten und die Zeitverzögerung für eine maschinelle Bearbeitung. Die von BMF gedruckten Teile entsprechen dem Design und sind durchweg präzise.“
3D-Druck stabilisiert Nähgerät für minimalinvasive Chirurgie
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