Erst vor zwei Monaten machte die Meldung die Runde, dass Carbon eventuell einen Börsengang plant. Heute ist der US-Hersteller für Highspeed-3D-Drucker erneut in den Schlagzeilen. Dem innovativen Produktionsunternehmen Carbon ist es gelungen, mit Madrone Capital Partners und Baillie Gifford Wachstumsfinanzierungen in Höhe von über 260 Millionen US-Dollar zu erhalten.
Laut einer Pressemitteilung möchte Carbon mit dem Geld seine Plattform weltweit ausbauen. Die Digital Light Synthesis-Technologie, die die Carbon Plattform antreibt, ermöglicht es Unternehmen, endlich aus den Beschränkungen der traditionellen Polymerherstellungsmethoden auszubrechen.
Nachhaltige Polymerprodukte

Carbon sah es immer als seine Mission an, Polymerprodukte für eine digitale und nachhaltige Zukunft zu entwerfen, zu konstruieren, herzustellen und zu liefern.
Bei den meisten üblichen 3D-Druckverfahren wird das Material Schicht-für-Schicht aufgetragen. Bei der digitalen Lichtsynthese ist der Vergleich mit der Spritzgusstechnologie passender. Digitale Lichtprojektion, sauerstoffdurchlässige Optik und programmierbare Flüssigharze werden mit hervorragenden mechanischen Eigenschaften, Auflösungen und Oberflächengüte hergestellt. Für sein CLIP-Verfahren ist Carbon in der Fertigungsindustrie weltweit bekannt.
Investitionspläne
Mit dem Kapital sollen Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen erweitert, die Advanced Development Facility (ADF) eingerichtet und das internationale Wachstum und die Expansion nach Europa und Asien vorangebracht werden. Mit der ADF werden Entwicklungsteams zusammengestellt, die die Plattform und die Arbeitsabläufe in skalierten Fertigungsumgebungen verbessern und Kunden und Partner besser unterstützen.
Carbon möchte außerdem recycelbares und biokompatibles Material entwickeln und Software-Funktionen auszubauen, einschließlich der Digital Manufacturing Cloud. Verbesserte Entwurfswerkzeuge für die algorithmische Gittererzeugung und den digitalen Fabrikworkflow sind ebenfalls geplant.






