RepRap-Gründer Adrian Bowyer:

„3D-Drucker werden einen vergleichbaren Verbreitungsgrad wie PCs haben“

3D-Druck Pionier Adrian Bowyer, Erfinder des RepRap, sieht es als realistisch an, dass es in wenigen Jahren sich zu 95% selbstreplizierende 3D-Drucker geben wird. Zum zukünftigen Verbreitungsgrad sagt Bowyer: „3D-Drucker werden einen vergleichbaren Verbreitungsgrad wie PCs haben“. Am Donnerstag hält Bowyer in Wien einen Vortrag zum Thema.

Logo RepRapDer RepRap-Gründer Adrian Bowyer hält es für realistisch, dass in ein paar Jahren ein Replikator zur Realität werden wird, wie er gegenüber dem Magazin Futurezone.at berichtete. Er verfolgt das Ziel eines sich selbst reproduzierenden 3D-Druckers, womit die Normalbürger einen verbesserten Zugriff auf die Produktionsmittel erhalten sollen. Der Name seiner Firma RepRap bedeutet Replicating Rapid Prototyper, das frei übersetzt soviel bedeutet wie „sich kopierendes Gerät zur Herstellung von Prototypen“ (mehr zu RepRap…).

Am Donnerstag dieser Woche wird er einen Vortrag über den 3D-Druck auf der PRINT3Dfuture-Konferenz in Wien halten. Adrian Bowyer vergleicht den 3D-Drucker mit dem Mikroprozessor der Ende der 1970er-Jahre eine industrielle Revolution auslöste und sieht auch einen Vergleich zur immersiven virtuellen Realität, die erstmals 1986 auftauchte.

„3D-Drucker werden einen vergleichbaren Verbreitungsgrad wie PCs haben“ (Adrian Bowyer; Gründer von RepRap)

Adrian Bowyer Foto
Adrian Bowyer: Er erfand der RepRap-3D-Druck (© vimeo.com/user403878; Adrian Bowyer)

Die 3D-Drucker werden seiner Einschätzung zufolge einen vergleichbaren Verbreitungsgrad wie PCs haben. Schon heute könne jeder Mensch, welcher einen 3D-Drucker habe, einen RepRap bauen und daher sei eine exponentielle Verbreitung der Geräte des britischen 3D-Drucker-Herstellers möglich.

Wie er weiter ausführt, sei es denkbar, dass es in Zukunft eine Maschine geben könnte die sich zu 95 Prozent selbst reproduzieren kann. Eine solche Maschine könnte innerhalb einer Dekade zur Realität werden, meint Bowyer. Jedoch dürfte es Bowyer zufolge noch eine ganze Weile dauern bis es einen 3D-Drucker geben wird, der eine ausgedruckten Bauteile autonom ohne Hilfe des Menschen zusammensetzen wird.

Einen Replikator wie in der Science-Fiction-Serie »Star Trek« sieht er als realisierbar an aber bis dahin dürften ein paar wenige Jahrzehnte vergehen. Dann könnten die Replikatoren zwar jeden gewünschten Gegenstand herstellen und zwar mit Funktionen aber ohne sehr genaue Maße. Das Objekt würde dem Original zudem nicht zu 100 Prozent gleichen und die Herstellung eine gewisse Zeit beanspruchen.

Als einer der größten Hürden für die Massentauglichkeit der 3D-Drucker betrachtet er die derzeit noch schwer verständliche Bedienung, weshalb diese vereinfacht werden sollte. Die Kosten seien langsam da wo sie sein sollten und dies dürfte ein wichtiger Schritt sein.

Adrian Bowyer gilt als 3D-Druck-Pionier. Als Erfinder und Entwickler der Idee eines „RepRap“ eröffnete er mit seiner ausführlichen RepRap-Dokumenation vor allem Technik- und Science-Ficiton-Begeisterten die Tür zur Herstellung einer sich selbst replizierenden Maschine. Dem Enthusiasmus und der Zielstrebigkeit von Menschen wie Adrian Bowyer, Bill Gates, Steve Jobs oder Tim Berners-Lee ist es zu verdanken, dass uns heute Technologien den Alltag erleichtern, über die in der Entstehungsphase oftmals nur geschmunzelt wurde.


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