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Das Spin-off-Unternehmen 3Dynamic der Swansea University in Wales hat die sofortige Verfügbarkeit seiner zwei 3D-Biodrucker Alpha und Omega angekündigt. Entwickelt wurden die beiden 3D-Drucker für organische Zellen unter Leitung von Dr. Daniel Thomas, dem Senior Research Officer am College of Engineering an der Swansea University. Er zeichnet sich für umfassende Forschungen auf dem Fachgebiet 3D-Biodruck verantwortlich. Das Ergebnis seiner Arbeit am Welsh Centre for Printing and Coating sind die zwei 3D-Biodrucker Alpha und Omega.

3D-Biodrucker "Alpha"
„Alpha“ – 3D-Biodrucker für Knochen von 3Dynamic Systems (Bild © bioprintingsystems.com).

Alpha – Herstellung künstlicher Knochen

Der „Alpha“-Bioprinter wurde für die Herstellung künstlicher Knochen entwickelt und kostet 12.800 Pfund (ca. 16.000 Euro). Er ist mit einem Desktop 3D-Drucker vergleichbar. Der Drucker verfügt über ein 2-Phasen-Schrittmotor und einem Nema17-Extruder. Nur der Extruder kann das Kalziumphosphat und die Hydrogel-Matrix des Unternehmens verarbeiten.

Der Biodrucker kann die Druckmaterialien PLA, PGA, PEG, Elastin, Kollagen, Agarose und Algin verarbeiten. Gegenüber normalen 3D-Druckern kann der Alpha exakte Knochengerüste herstellen. Die Zielgruppe der Alpha Knochengewebe-Workstation sind Labore, Universitäten und Krankenhäuser.

Omega –  3D-Drucker für Weichgewebe

3D-Biodrucker "Alpha"
„Alpha“ – 3D-Biodrucker für Weichgewebevon 3Dynamic Systems (Bild © bioprintingsystems.com).

Der 3D-Bioprinter Omega ist eine Workstation für Weichgewebe und wurde mit zwei Extrudern ausgestattet. Es können mehrere organische Materialien mit dem Drucker hergestellt werden. Das Material besteht aus einem Verbund von Alginat , Hyaluronsäure, transformierenden Wachstumsfaktor β1 , Antibiotika und Gelatine, die als Gerüst dienen. Der zweite Extruder enthält ein bioaktives Gel mit zwanzig Millionen Stammzellen pro Milliliter.

Der fertige Ausdruck kann anschließend kultiviert werden, um innerhalb von drei Wochen ein lebensfähiges Gewebe zu erzeugen. Auf Nachfrage lassen sich experimentelle Gewebe und mehrere Gewebetypen produzieren. Der Kaufpreis für den 3D-Bioprinter Omega beläuft sich auf 18.680 Pfund (ca. 23.000 Euro).

Spider

Im Juni berichtete 3Dynamic von einer Drucktechnologie mit der Bezeichnung Spider, die für die europäische Weltraumagentur ESA entwickelt wird. Mit Spider sollen Biopolymere basierende Kohlenstofffaserstrukturen kostengünstig produziert werden können. Außerhalb der medizinischen Forschung mit 3D-Druck arbeiten Dr. Thomas und sein Team an der Kommerzialisierung von Lebensmitteldruckern, Biosensoren, Elektronik und Baustoffen.

Der 3D-Drucker gewinnt in der Medizin verstärkt an Bedeutung, wie nachfolgende Beispiele für Forschungen und Entwicklungen im medizinischen 3D-Druck zeigen: Kniegelenke, Zähne, lebende Augenzellen und Knochen.

Video – 3D-Biodrucker in der Anwendung

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