Logo Massachusetts Institute of TechnologyIn der Welt des 3D-Drucks stellt die Anpassung von Druckparametern für neue, insbesondere nachhaltige Materialien eine große Herausforderung dar. Forscher des MIT’s Center for Bits and Atoms, des U.S. National Institute of Standards and Technology (NIST) und des griechischen National Center for Scientific Research (Demokritos) haben nun eine bahnbrechende Lösung entwickelt. Ihre modifizierte Technologie ermöglicht es mit einem 3D-Drucker automatisch Druckparameter für bisher unbekannte Materialien zu identifizieren und anzupassen, wie das MIT in einer Mitteilung berichtet.

Von der manuellen Einstellung zur Automatisierung

3D-Drucker des MIT mit automatischer Materialerkennung für nachhaltige Additive Fertigung
Innovativer 3D-Drucker des MIT, der die Parameter unbekannter Materialien automatisch identifizieren kann, um die additive Fertigung effizienter und nachhaltiger zu gestalten (Bild © Courtesy of the researchers).

Traditionell erfordert der 3D-Druck die manuelle Einstellung von bis zu 100 Parametern, um Materialien korrekt zu verarbeiten. Dieses Vorgehen ist besonders problematisch bei nachhaltigen Materialien, deren Eigenschaften stark variieren können. Die von den Forschern entwickelte Technologie nutzt eine 20-minütige Testreihe, um wichtige Daten über Druckfluss und -temperatur zu sammeln. Diese Daten fließen in eine mathematische Funktion ein, die automatisch die notwendigen Parameter generiert.

Ein Schritt Richtung nachhaltigerer 3D-Druck

Das Ziel dieser Innovation ist es, den 3D-Druck nachhaltiger zu gestalten, indem er auf recycelbaren und biobasierten Materialien basiert. Diese Technologie könnte den Einsatz von nachhaltigeren Alternativen zu den üblicherweise verwendeten, auf fossilen Brennstoffen basierenden Polymeren und Harzen fördern. In Tests mit verschiedenen neuen Materialien bewies das System seine Fähigkeit, konsistent brauchbare Parameter zu liefern, die erfolgreiche Drucke ermöglichen.

Diese Forschung ist ein wichtiger Schritt zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks der additiven Fertigung. Sie öffnet die Tür für die Nutzung einer breiteren Palette von Recycling- und Biokunststoffen im 3D-Druck. Erfahren Sie mehr zum Thema auf unserer Themenseite „Umweltschutz und Nachhaltigkeit mit 3D-Druck„.

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