Der Metall-3D-Druck zählt zu der am stärksten geförderten und finanzierten 3D-Drucktechnologien, da vor allem Großkonzerne aus der Automobil- und Luftfahrtindustrie, sowie das Militär, großes Interesse an einer schnellen und kostengünstigen Herstellung von Metallbauteilen zeigen. Das Unternehmen Digital Alloys hat nun eine neue Metall-3D-Druck-Methode namens „Joule Printing“ entwickelt und für dessen Weiterentwicklung 12,9 Millionen Dollar Finanzierungsmittel erhalten. Wir stellen das Joule Printing-3D-Druckverfahren einmal genauer vor.
Zur Erforschung von 3D-Metalldruck erhielt letztes Jahr der in Boston ansässiger Entwickler von Metall-3D-Druckern, Digital Alloys, fünf Millionen US-Dollar. In der Serie B-Finanzierung gab es erneut eine Investition in Höhe von 12,9 Millionen Dollar. Diese wurde von der G20 Ventures geführt und unter anderem von Khosla Ventures, Lincoln Electric und HorizonX Ventures finanziert. Digital Alloys stellt jetzt unter dem Namen „Joule Printing“ eine neue Technologie zur Herstellung von Metalladditiven vor und kündigt für diesen Drahtvorschub-3D-Druckprozess auch zwei US-Patente an: „Magnetherstellung durch additive Fertigung„, sowie „Systeme zum Drucken dreidimensionaler Objekte“.

Über Joule Printing – die neue Metalladditiv-Herstellungstechnik
Der CEO von Digital Alloys, Duncan McCallum, erklärte, dass diese Technik geschaffen wurde, um die Hersteller von den Fesseln des teuren, komplizierten und langsamen 3D-Drucks zu befreien. Im Patent wird beschrieben, dass ein Draht beim Kontakt mit der vorherigen Schicht der Struktur, die mit einem elektrischen Stromimpuls hergestellt wurde, erhitzt wird. Dadurch bildet sich an der Kontaktstelle ein geschmolzenes Tröpfchen bzw. Teilchen. Laut einem Artikel auf der Website von Digital Alloys soll dieses Metalladditiv-Fertigungssystem in der Produktion von hochwertigen Titanteilen für die Luft– und Raumfahrtindustrie sowie Werkzeugen für die Konsumgüter- und Automobilindustrie Anwendung finden.
Investoren sehen großes Potenzial im Joule Printing
Ihre Kommentare zu der 3D-Metalldruck-Technologie gaben auch die Investoren. Der Mitbegründer und Partner von G20 Ventures, Bill Wiberg, sagte, dass das Team von Digital Alloys einen völlig neuen Ansatz entwickelt hat, der zur Herstellung praktischer Hartmetallteile sowohl schneller als auch billiger ist. Man müsste sich fragen, warum es irgendjemand anders machen würde.

Auch der Geschäftsführer von Boeing HorizonX Ventures, Brian Schettler, sagte, dass die Investition in Digital Alloys es Boeing ermöglichen wird, ein größeres Volumen von Metallstrukturteilen für die Luft- und Raumfahrt zu produzieren, und zwar schneller als je zuvor.
Duncan McCallum, der CEO von Digital Alloys, äußerte sich ebenfalls über die Investitionen. „Wir sparen unseren Kunden Ärger, Geld und Zeit. Wir verpflichten uns, die Dienstleistungen und Produkte bereitzustellen, die unsere Kunden benötigen, um den 3D-Metalldruck in ihrer Produktion zu nutzen.“
Der 3D-Metalldruck befindet sich in starker Entwicklungsphase und könnte für verschiedenste Industriebereiche viele Vorteile bringen. Vor Kurzem hat auch der 3D-Drucker-Hersteller Aurora Labs mit seinem neuen Großformat-3D-Metalldrucker die „Large Format Technology“ (LFT) vorgestellt. Holen Sie sich die neuesten Nachrichten aus dem Bereich der additiven Fertigungsindustrie direkt in Ihren Posteingang, indem Sie unseren Newsletter hier abonnieren.