Die unabhängige Risikomanagement-Organisation Lloyd’s Register hat dem Unternehmen MX3D aus Amsterdam, Niederlande, die Zertifizierung für seine Directed Energy Deposition (DED)-3D-Druck-Anlage erteilt. Der Umfang der Qualifizierung umfasste die Bewertung der Kontrolle in Bezug auf Rohstoffe, Ausrüstung, Personal, Prozesse und Baukontrolle, die mehrere Materialien wie Aluminiumlegierungen, Kupferlegierungen, Kohlenstoff- und Edelstahllegierungen umfasst.

Schnellere Qualifizierung von Maschinen und Verfahren

Großformatiges Metallobjekt aus dem 3D-Drucker
Mit dem DED-Verfahren und Wire Arc Additive Manufacturing (WAAM) stellt MX3D großformatige Metallobjekte in nahezu grenzenloser Design-Flexibilität her (Bild © MX3D).

MX3D hat sieben Jahre Erfahrung mit robotischer Wire Arc Additive Manufacturing (WAAM), einem drahtbasierten DED-Verfahren für großformatige Objekte. So zum Beispiel die 3D-gedruckte Stahlbrücke von MX3D, ein 4 Meter langer Schiffskiel oder der 3D-gedruckte Personenaufzug, der erst vor wenigen Tagen in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Schindler vorgestellt wurde. Laut eigenen Aussagen von MX3D weist die DED-3D-Drucktechnologie die höchste Abscheidungsrate in der additive Metallfertigung auf, wobei die getesteten hergestellten Legierungen durch hervorragende Materialeigenschaften überzeugen.

Gijs van der Velden, Mitbegründer und CEO von MX3D, sagt dazu:

„Die Zertifizierung wird es uns ermöglichen, mit qualifizierten Deposit Parameter Sets (DPS) zu drucken und unseren Kunden dabei helfen, zertifizierte Endteile zu drucken. Diese externe Validierung unseres Prozesses war der letzte Schritt, der für die Implementierung in den Geschäften unserer Kunden erforderlich war. Wir können jetzt Materialien mit Verfahren drucken, die durch Lloyd’s Register 3.1 oder 3.2 Materialzertifikate qualifiziert sind, wodurch die gedruckten Teile zertifiziert werden können. Darüber hinaus können unsere M1 Metal AM-Maschinenkunden von einer schnellen Qualifizierung ihrer Maschinen und Verfahren profitieren.“

Nun hat das Unternehmen seinen M1 Metal 3D-Drucker auf den Markt gebracht, die auf der firmeneigenen MetalXL-Software läuft und mit einem Steuerungssystem geliefert wird, das alle relevanten Parameter überwacht und protokolliert. Es verfügt außerdem über integrierte automatische Kalibrierungsroutinen, um Ausfallzeiten während der Produktion zu minimieren.

David Hardacre von Lloyd’s Register, der das Zertifizierungsverfahren leitete, ergänzt:

„Da wir MX3D von Beginn dieses Projekts an unterstützt haben, sind wir stolz, Teil dieses jüngsten Erfolgs zu sein. Dieser Erfolg ist ein bedeutender Schritt nicht nur für MX3D, sondern für die gesamte AM-Branche und zeigt, wie die Qualifizierung von AM-Prozessen zu Produkten führt, die für den Einsatz in anspruchsvollen Anwendungen in stark regulierten Industrien zertifiziert werden können.“

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