Das 3D-Druck-Unternehmen Quantica präsentierte auf der vergangenen formnext-Messe seine neue Multi-Material-Tintenstrahl-3D-Druck-Technologie. Mit seinem 3D-Druck-System kann das Berliner Unternehmen mehrere Ultra-High-Performance-Harze mit Voxel-Level-Steuerung spritzen und kombinieren, heißt es in einer Mitteilung. Das Start-up möchte mit dem Verfahren den 3D-Druck mehrfarbiger, fester und multifunktionaler Bauteile ermöglichen. Der ehemalige CTO von Xaar, Ramon Borrell, wurde außerdem zum neuen Chief Technology Officer (CTO) von Quantica ernannt.
Details zum Inkjet-3D-Druckverfahren von Quantica
Das Inkjet-3D-Druckverfahren von Quantica basiert auf einer proprietären Druckkopftechnologie. Jeder davon ist mit 24 Düsen ausgestattet und in der Lage, 15-mal viskosere Harze zu verarbeiten als andere Multimaterial-Strahlsysteme. Die neuartige Druckkopfarchitektur ermöglicht es, SLA/DLP-Harze mit funktionalen Eigenschaften zu drucken und Endverbrauchteile mit mehreren Materialien zu erschließen. Der T1 Pro 3D-Drucker von Quantica kann mit bis zu sechs Druckköpfen bestückt werden. Er unterstützt die Dateiformate STL, OBJ und VRML.
Die Technologie wurde bereits mit Materialkombinationen für Medizinprodukte der Klasse II geprüft. Durch eine gemeinsame Entwicklungsvereinbarung mit einem Dentalunternehmen sind diese für den dauerhaften Einsatz im Mund zugelassen. Das komplette Drucksystem von Quantica eignet sich zudem für industrielle F&E-Teams, die an Multi-Material Anwendungen mit extremer Viskosität in verschiedenen Branchen erforschen.
Stimmen zur Arbeit von Quantica
Claus Moseholm, CEO von Quantica, sagte:
„Inkjet wird seit Langem für den traditionellen industriellen Druck von 2D-Anwendungen eingesetzt. Unser Ziel ist es auch, die Technologie in Großserienanwendungen einzusetzen, wo sie einen bedeutenden Mehrwert bietet. Um vielen Akteuren eine Plattform zu bieten, um sinnvoll zu produzieren, möchten wir, dass die richtigen Partner an der Entwicklung der Toolbox beteiligt werden, und wir suchen weitere Industriepartner, um dies zu erkunden.“
Borrell sagte:
„Nachdem ich sechs Monate als Strategieberater zur Inkjet-Technologie für Quantica gearbeitet hatte, wurde ich zunehmend vom enormen Transformationspotenzial ihrer Technologie überzeugt. Trotz des Wettbewerbs mit anderen äußerst interessanten Vorschlägen von viel größeren und findigen Unternehmen, gewann Quanticas Fall aufgrund der attraktiven technischen und geschäftlichen Herausforderungen, der Dynamik und der unternehmerischen Kultur des Unternehmens und der Möglichkeit, am nächsten großen Wachstumsabenteuer im Inkjet-Bereich teilzunehmen.“








