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Universiti Kebangsaan Malaysia: 3D-Gesichtsimplantat nach schweren Verletzungen erfolgreich eingesetzt

Ein Chirurg und sein Team aus Malaysia hat mithilfe von 3D-Drucktechnik ein Gesichtsimplantat entwickelt, das erfolgreich eingesetzt werden konnte. In Malaysia war dies der erste medizinische 3D-Druckeinsatz.

Der medizinische Einsatz von 3D-Druckern gehört in vielen Ländern heute zum Alltag. Und nicht nur Prothesen oder Implantate zählen dazu, auch 3D-Modelle sind fester Bestandteil chirurgischer Eingriffe und für viele Ärzte zu einer echten Bereicherung geworden.

3D-Gesichtsimplantat

Mithilfe eines 3D-Modells und eines Titan-Implantats konnte erstmals in Malaysia einem Patienten geholfen werden (Foto: © 3dprint.com)

An der Universiti Kebangsaan Malaysia hat der Chirurg Dr. Mohd Nazimi Abd Jabar mithilfe eines solchen Modells und eines 3D-Titan-Implantats es erstmals in seiner Heimat geschafft einer Patientin von ihren Leiden zu befreien. Nach einem schweren Autounfall hatte diese starke Brüche im Gesicht davontragen müssen, die nach einem ersten operativen Einsatz immer noch sehr starke Kopfschmerzen verursachten. Nazimi beschloss daraufhin gemeinsam mit Materialise Malaysia ein Titan-Implantat zu entwerfen, der dafür sorgen würde, dass das Gesicht der Patientin wiederhergestellt werden konnte.

Mit MRI und CT-Daten sowie modernster 3D-Software und -Druckern ausgestattet machte sich der Arzt und sein Team an die Arbeit das Implantat zu entwerfen, das ein Stück des Schädels unterhalb des linken Auges ersetzen sollte. Das 3D-Modell, das am Anfang genutzt wurde, um den Eingriff zu planen zeigte eine genaue Abbildung des Schädels und diente am Ende schließlich als auch als Implantat.

Anders als bei herkömmlichen Implantat-Einsätzen sind die 3D-Objekte aus Titan meistens viel poröser und leichter. Damit sind sie einfacher einzusetzen und gleichzeitig auch in der Lage sich den Patienten besser anzupassen. Des Weiteren kann durch die Individualität eines jeden 3D-Modells Komplikationen während der Operation vorausgesehen werden.

Das war der erste 3D-Implantat-Einsatz in Malaysia und es wird mit Sicherheit auch nicht der letzte bleiben, denn 3D-Drucktechnologie eröffnet Ärzten und Wissenschaftlern viele neue Möglichkeiten, mit denen sie Operationen bewältigen und Patienten retten können.

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