Im Gaza kommt es häufig zu Explosionen und folglich schweren Verbrennungen an den Körpern der Opfer, weshalb die NGO „Ärzte ohne Grenzen“ einen Weg für eine erfolgreiche Behandlung dieser Probleme gesucht hat. Mit 3D-gedruckten Kunststoffmasken gelang es ihnen bereits 50 Patienten zu helfen. Die Masken sorgen für einen Rückgang der Narbenbildung.

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In Gaza kommt es häufig zu Unfällen mit Gas und Explosionen. Seit einem Vorfall im April 2020 arbeitet Ärzte ohne Grenzen mit einer innovativen Behandlungsmethode. Sie stellen Kunststoff-Gesichtsmasken mit dem 3D-Drucker her. Die heute 33-jährige Leyla Ahmad (Name geändert) war eines der Opfer einer Explosion, durch die sie damals schwere Verbrennungen erlitt. Ihr Gesicht war vollständig verbrannt, sogar ihre Augenlider und ihre Nase. Nachdem ihre offenen Wunden verheilt waren, fingen die Ärzte an, sie mit einer Kompressionsmaske zu behandeln. In Spanien nutzten Ärzte den 3D-Druck von Masken, um Patienten besser bei der Strahlentherapie zu schützen.

Details zu den 3D-gedruckten Gesichtsmasken

Die Physiotherapeutin Reem AbuLebdeh ist Expertin und Ansprechpartnerin vor Ort und hat schon viele Patienten mit derartigen Verbrennungen behandelt.

Sie erklärt:

„Das Ziel ist eine Maske, die sich wie eine zweite Haut an das Gesicht anschmiegt. Deshalb scanne ich zuerst mithilfe eines pulsierenden Lichts das Gesicht der Patienten aus verschiedenen Winkeln und erstelle dann mit einer speziellen Software ein präzises 3D-Bild. Anschließend untersuche ich die Größe, Tiefe und Farbe der Narben: das ist wichtig, damit die Maske am Ende genug Druck auf die entsprechenden Stellen im Gesicht ausübt.“

Anschließend wird eine Negativform des Gesichts gedruckt, anhand derer die spezielle Kunststoffmaske geformt wird. Dann erhält die Maske Nach dem Aushärten bekommt die Maske noch einen finalen Feinschliff und ist bereit zum Tragen. Da es gar keinen Zugang zum 3D-Drucker in Gaza gibt, hat ein Unternehmen einen 3D-Drucker kurzerhand selbst gebaut und bot eine Open-Source-Anleitung im Netz.

Die Physiotherapeutin Elise Tauveron aus Frankreich ist Teil der Stiftung „MSF La fondation“, die sich um die Behandlung mit Kompressionsmasken kümmert.

Sie unterstützt das Team online aus der Ferne und erklärt:

“Narben von Brandwunden verheilen nur schwer und es bedarf sehr spezialisierter Behandlungsmethoden, die in Gaza für Patienten nicht zugänglich sind. Die mit einer 3D Technologie hergestellten Kompressionsmasken sind daher ein wichtiger Schritt in Richtung Zukunft: globale Zusammenarbeit und Innovation. Unterstützt wird der remote technologische Ansatz durch die Anwendung lokaler 3D Drucker.”

An verschiedenen Orten im Einsatz

Die in Gaza angewandte Methode wurde erstmals in der jordanischen Hauptstadt Amman als Pilotprojekt gestartet und ist mittlerweile auch auf Haiti im Einsatz. Die Maske muss Tag und Nacht getragen werden und darf nur zum Waschen oder Essen abgesetzt werden. Für Leyla hat sich das konsequente Tragen der Maske gelohnt. Ihre Narben haben sich sehr gut zurückgebildet.

Bei Kindern muss die Maske häufiger angepasst werden, da diese noch wachsen. In diesem Alter ist auch das Risiko für Komplikationen höher. Junge Patientinnen sollten die Maske so früh wie möglich tragen, um die Narbenbildung kontrollieren zu können.

Mehrere Masken aus dem 3D-Drucker
Die 3D-gedruckten Kunststoffmasken (im Bild) helfen den Patienten mit Verbrennungen (Bild © Screenshot/3D-grenzenlos Magazin; Videoquelle: YouTube-Video „Gaza: Innovative Heilung aus dem 3D Drucker“).

Gaza: Innovative Heilung aus dem 3D-Drucker

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