Eine der wohl zeitlosesten Modemarken hat sich der 3D-Drucktechnik angeschlossen und präsentiert auf der Pariser Fashion Week wie die Mode der Zukunft aussehen kann. Das Gesicht der Marke Karl Lagerfeld präsentierte Haute Couture der etwas anderen Art.

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In der Medizin und Industrie haben 3D-Drucker ihren rechtmäßigen Platz gefunden. Doch auch in anderen Bereichen, wie der Mode, konnten die innovativen Geräte gekonnt eingesetzt werden. Vor allem Schuhhersteller haben mit 3D-Drucktechniken neue Produkte hergestellt, die sich sehen und tragen lassen können. Auch Kleidungsstücke mit den Druckern herzustellen gehört dazu und hat jetzt auch einen der wichtigsten deutschen Modedesigner auf den Geschmack gebracht.

Fashion Week Paris
Mode und 3D-Drucker vereinen sich, Chanel macht es vor (Foto: © 3ders.org)

Anlässlich eines Chanel-Events für die diesjährige Pariser Fashion Week hat Modezar Karl Lagerfeld mit einer einzigartigen Kollektion begeistern können. Die vorgeführten Chanel-Kleidungsstücke wurden auf einem außergewöhnlichen Runway vor VIPs wie Kristen Stewart und Juliane Moore präsentiert. Eins davon stammt direkt aus dem 3D-Drucker: Der berühmte Chanel-Anzug. Das ikonische Fashion-Accessoire, das in jeden Kleiderschrank gehört und seit Jahrzehnten zu Chanel gehört, wurde mit einer SLS-Technik produziert, um auf diese Weise dem zeitlosen Kostüm einen futuristischen Touch zu verleihen.

Chanel Kostüm aus dem 3D-Drucker
Das berühmte Kostüm aus dem Hause Chanel wurde mithilfe von 3D-Drucktechnik produziert (Foto: © 3ders.org)

Lagerfeld selbst ist davon überzeugt, dass es keinen besseren Weg gebe einen Anzug des 20. Jahrhunderts in das heutige zu bringen. Additive Herstellungsprozesse seien auch in der Mode unabdingbar, denn sie helfen es Designern einen neuen Blickwinkel zu geben und Kleidungsstücke unsterblich zu machen. An der Weste des berühmten Chanel-Kostüms beispielsweise wurde kein einziger Faden angewendet, stattdessen wurde sie in einem Stück moduliert.

Was Haute Couture am Leben hält, ist das Gehen mit der Zeit. Mode, wie andere Bereiche auch, steht niemals still und so sei es nicht verwunderlich, dass früher oder später auch dort 3D-Drucktechnik eingesetzt werden würde. Die Technik, mit der hier gearbeitet wird spart nicht nur Zeit in der Herstellung, sie macht Mode günstiger – denn seien wir ehrlich, Chanels Kunden sind nicht mehr die Perlen tragenden, reichen Damen der oberen Schicht, sondern vielmehr moderne, junge Frauen, die es sich leisten möchten angemessene Mode zu tragen. Willkommen in der Zukunft Chanel!

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