Domin, ein britischer Hersteller für Fluidtechniksysteme, nutzt den RenAM 500Q 3D-Drucker von Renishaw zur Herstellung seiner Hochleistungsservoventile. Das Unternehmen ist so in der Lage, Kohlendioxidemissionen (CO2) der Fluidtechnikindustrie zu senken, wie Renishaw in einer Pressemitteilung erklärt. Für Aston Martin setzte Domin gemeinsam mit der Cranfield University bei der Entwicklung eines neuen Aufhängungssystems für Luxusautos ebenfalls auf diesen 3D-Drucker.

3D-Druck von Servoventilen

Servoventile steuern die Hydraulikflüssigkeit in Hydraulikzylindern. Die elektrisch betätigten Ventile wandeln Signale in Druck um. Die mit dem RenAM 500Q 3D-Drucker hergestellten Servoventile von Domin können verglichen mit konventionellen Modellen bis zu einer Tonne CO2 einsparen.

Fluidtechniksysteme werden in der Formel 1, der Automobilindustrie, der Raumfahrt, der Luftfahrt und anderen Bereichen eingesetzt. Sie verwenden unter Druck stehende Flüssigkeiten oder Gase zur Erzeugung und Übertragung von Energie.

Laut Domin gibt es aktuell noch kein Verfahren für die Fertigung von Fluidtechnik, das sich positiv auf die Nachhaltigkeit auswirkt. Der 3D-Druck soll das ändern. Domin ging dazu bereits 2019 eine Partnerschaft mit Renishaw ein, um gemeinsam neue Produkte zu entwickeln. Das RenAM 500Q-System hilft Domin dabei, Servoventile mit Direktantrieb neu zu gestalten. Entwickelte Modelle sind 25%  leistungsstärker als das Original und um 75% kleiner. Die Herstellung verursacht nur noch einen Bruchteil der bisherigen Kosten und ist 33% günstiger. Sie nimmt außerdem deutlich weniger Zeit in Anspruch.

Mehr Nachhaltigkeit bei Servoventilen

Der RenAM 500Q wurde für die Herstellung und Überarbeitung der Servoventile eingesetzt und half Domin bei der Produktivitätssteigerung und Kostensenkung. Gleichzeitig profitierte das Unternehmen von mehr Gestaltungsfreiheit. Laut Domin eignen sich die kleinen, leichten und erschwinglichen 3D-gedruckten Ventile mit guter Leistungsdichte und dynamischer Leistung für anspruchsvolle Servoanwendungen.

Jedes 3D-gedruckte Ventil kann bis zu einer Tonne CO2-Emissionen einsparen. Für Marcus Pont, CEO von Domin, ein erster Schritt in die richtige Richtung. Das Unternehmen wird an weiteren Systemen arbeiten.

Bryan Austin, Vertriebsleiter der Additive Manufacturing Group bei Renishaw, erklärt:

„Die additive Fertigung erweist sich in vielen Märkten als ein Schlüsselelement. Die Produktivität, die die Technologie von Renishaw ermöglicht, bedeutet, dass sich der 3D-Metalldruck auf Märkte ausdehnt, in denen er zuvor wirtschaftlich war.“

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