In Ohio (USA) suchen Ermittler verzweifelt nach dem Mörder einer toten Frau. Da nach umfangreichen Ermittlungen noch immer die Identität der ermordeten Frau unbekannt ist und so die Suche nach dem Täter fast unmöglich macht, setzen die Spezialisten jetzt auf die Hilfe der 3D-Drucker, um das Gesicht der Toten zu rekonstruieren.

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In den USA wurde jetzt ein weiteres Beispiel für den Einsatz von 3D-Druck in der Forensik bekannt. Der Ohio Generalstaatsanwalt Mike DeWine und das Sheriff-Büro von Greene County haben Bilder eines rekonstruierten Kopfes und Gesichtes einer Frau vorgestellt, deren Skelett in Greene County im Sommer dieses Jahres gefunden wurden. Die Rekonstruktion erfolgte mit einem 3D-Drucker. Die Behörden entdeckten ihre Überreste in den Wäldern von Spring Valley Township bei Dayton und glauben, dass sie dort für drei Monate bis ein Jahr gelegen hat.

Schädel aus 3D-Drucker
Der Schädel wurde mit einem 3D-Drucker nachgebaut, um das Gesicht der Toten rekonstruieren zu können (Bild © Screenshot; YouTube/Ohio Attorney General).

Nach Einschätzung der Polizei dürfte es sich bei ihr um eine Frau kaukasischen Typs im Alter von 25 bis 50 Jahren handeln. Als einziger Hinweis fand sich eine rosa gestreifte Hose bei ihren Überresten, doch trotz aller Recherche konnte die Identität der Frau nicht festgestellt werden.

3D-Drucker zur Schädelrekonstruktion sollen entscheidende Informationen bringen

Es ist der erste Fall in Ohio, wo die spezielle forensische Technologie zum Einsatz kommt, wird in dem unten gezeigtem Video berichtet. Detektive wandten sich an das Bureau of Criminal Investigation (BCI), nachdem die Arbeit der anderen Behörden, auch der DNA, sieben Monate nach dem Fund der Frau, erfolglos blieben. Das BCI arbeitete mit der Ohio State University zusammen, um mit der Unterstützung eines 3D-Druckers ein Schädelmodell der Frau herzustellen.

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Die BCI Forensikerin und Kriminalexpertin Samantha Molnar fertigte einen CT-Scan des Schädels im örtlichen Krankenhaus an und brachte ihn anschließend zur Digital Union der Ohio State University, um die dort angebotenen kostenlosen 3D-Druckdienste im Zusammenspiel mit hochmodernen Audio- und Videostudios in Anspruch zu nehmen.

Nach 72 Stunden war der Schädel der Frau in drei Einzelteilen gedruckt, dem Oberteil, Mittelteil und dem unteren Teil. Zum Druck wurde ein MakerBot Replicator und PLA-Filament verwendet, wobei der 3D-Ausdruck bis auf 0,1 mm genau ist. Samantha Molnar verband die drei Teile anschließend mit Sekundenkleber und Baumwollbällen. Für die Gesichtsrekonstruktion nutzte sie außerdem Lehm.

Basierend auf der Wiederherstellung des Gesichts der unbekannten Frau hofft Generalstaatsanwalt Mike DeWine, dass bald ihr Name feststehen wird. Das Büro des Generalstaatsanwalts veröffentlichte ein Video zur Beschreibung des „Cold Case“ und der Rekonstruktion des Schädels.

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