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3D-Druck in der Forensik: 3D-Druck mit Vorteilen für die Gesichtsrekonstruktion

In der traditionellen Forensik wird mit Ton gearbeitet und Gesichter in einem langen Arbeitsprozess rekonstruiert. Ein großes Problem der konventionellen Gesichtsrekonstruktion ist, dass der Original-Schädel verwendet werden muss und dieser während der Arbeit beschädigt werden könnte. Der 3D-Druck bietet hier zukünftig eine interessante Alternative.

Gesichtsrekonstruktion mit Ton

Gesichtsrekonstruktion auf Basis eines Schädels aus dem 3D-Drucker (BIld © 3dprint.com).

Das Unternehmen Engineering and Manufacturing Services (EMS) entwickelte ein entsprechendes System zur forensischen Gesichtsrekonstruktion mit 3D-Druck. Erstmals zum Einsatz kam das System jetzt bei der Unterstützung des Coroner Büro im Hillsborough County im US-Staat Florida. Das Coroner Büro hat die Aufgabe die Totesursache von Personen zu untersuchen, auf Basis von menschlichen Überresten. Unterstützung erhielten die Forensiker jetzt erstmals seitens EMS, bei der Identifizierung einer Person deren Überreste entdeckt wurden.

Für den 3D-Scan des Schädels der toten Person wurde ein Z Scanner Z800 eingesetzt. Anschließend wurde der 3D-Scan zu Sensable Technologies übertragen, die über ein Programm mit Namen »Clay Tools« verfügten. Das Tool erlaubt den realen Aufbau von Ton auf den Schädel. Eine Funktion der Software erzeugt Vorschläge für Markierungspunkte auf dem Schädel, auf deren Basis der Techniker das Gesicht schichtweise wiederherstellen können.

Nach Abschluss des Wiederaufbau-Prozesses wurde der Schädel mit einem Z650 3D-Drucker farblich ausgedruckt. Beim fertigen Ausdruck handelt es sich um eine lebensgroße Replik, die als Beweis genutzt oder zurückgehalten werden kann je nach den Umständen, die mit dem Fund des Schädels in Verbindung stehen. Die Ergebnisse der forensischen Gesichtsrekonstruktion gelten vor dem US-Gericht allerdings nicht als Beweismittel, weil die Gesichtszüge durch die Forensiker individuell ausgelegt werden.

In der Medizin und Kriminaltechnik kommen 3D-Drucker bislang nur begrenzt zum Einsatz, da die 3D-Drucktechnik derzeit noch sehr teuer ist und eine lange Einarbeitungszeit erfordert.

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