Telemedizin:

„Hummingdoc Flip“ überträgt Herzfrequenz auf Smartphone

 18. Januar 2017  Susann Heinze-Wallmeyer  

Ein in Reno (US-Bundesstaat Nevada) ansässiges Unternehmen hat mit dem 3D-Druck-Verfahren unter der Bezeichnung „Hummingdoc Flip“ ein Gerät hergestellt, das die Herzfrequenz zur Ferndiagnose auf das Smartphone übertragen kann. Die Macher des Geräts haben aber noch weitaus größere Ziele.

Um die Daten zu übertragen, werden neben dem Hummingdoc Flip und dem Smartphone selbst noch Apple EarPods und eine entsprechende App benötigt. Erfunden wurde das Gerät von Dr. Paul Park, der an der Universität von Reno in der Zell- und Molekularbiologie promovierte und für die Herstellung die dortigen 3D-Drucker einsetzt. Menschen haben mit Hummingdoc Flip nun die Möglichkeit, ihre eigene Herzfrequenz zu überwachen und die Daten zur Ferndiagnose an ihren Arzt zu übermitteln.

Details zum Gerät

Hummingoc Flip mit eingesetzten Kopfhörern.
So werden die Kopfhörer mit dem Hummingdoc Flip verbunden. (Bild: © hummingdoc.com)

Das Gerät selbst besteht aus einem kompakten Gehäuse, das die Form eines Hockey-Pucks aufweist. Die Benutzung erfolgt nahezu intuitiv. Dazu müssen nur der Anschlussstecker der Apple EarPods in den Hummingdoc Flip eingelegt und dessen Deckel wieder geschlossen werden. Dann wird auf dem Smartphone die App „Stethoscope“ heruntergeladen und die beiden Geräte miteinander verbunden.

Der „Hummingdoc Flip“ wird wie ein Stethoskop auf das Herz gelegt und überträgt dann die Daten auf das Smartphone. Die App zeichnet die Daten dann auf und visualisiert sie. Hummingdoc ist dabei, eine eigene App zu entwickeln. Bis diese aber fertiggestellt ist, empfehlen sie die Nutzung der App des Drittanbieters.

Messung der Herztöne.
So werden die Herztöne gemessen und mittels Smartphone-App übertragen. (Bild: © hummingdoc.com)

In Anbetracht dessen, dass EKG-Messungen einer der Hauptgründe für den Arztbesuch oder auch das Aufsuchen von Kliniken darstellen, könnte die Möglichkeit, diese Daten mittels Telemedizin zu übertragen, dazu beitragen, die Arzt- und Klinikwartezeiten zu reduzieren, so Dr. Park. Zugleich würde die Telemedizin einen weiteren Wachstumsschub erhalten. Die Telemedizin bzw. die entsprechende Technologie wird auf dem medizinischen Sektor die „Welle der Zukunft“ darstellen, so Dr. Park.

Das Gerät selbst wird in Zukunft noch einige Änderungen und Verbesserungen erfahren. Auf der eingangs verlinkten Webseite wird es bereits für 75 US-Dollar in drei verschiedenen Farbgebungen angeboten. Dr. Park sieht in dem Herzfrequenz-Lesegerät nur eines von vielen medizinischen Geräten, die für die Telemedizin, aber auch in anderen medizinischen Bereichen entwickelt werden können.


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