Wissenschaftler der Universität Uppsala in Schweden haben ein Diagnosetool für das Smartphone mit einem 3D-Drucker entwickelt. Mit dem Smartphone-Aufsatz soll es zum Beispiel möglich Gewebeproben zu analysieren, um Krebserkrankungen erkennen zu können. Vor allem Dritte Welt Staaten sollen von der Low-Cost-Variante profitieren.

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Logo Universität UppsalaDas Wissenschaftlerteam um den Forscher Malte Kühnemund von der Universität Uppsala haben mit einem 3D-Drucker einen Mikroskop-Aufsatz für Handys hergestellt. Der Mikroskop-Aufsatz ermöglicht es, molekularbiologische Diagnosen fernab von gut ausgerüsteten Labor durchzuführen, berichtet nature.com. Zum Beispiel könnte er in Zukunft zur Analyse von Gewebeproben eingesetzt werden, um Krebserkrankungen erkennen zu können.

Das Diagnose-Tool aus dem 3D-Drucker arbeitet mit der Kamera des Smartphones zusammen, ist mit zwei kompakten Laser-Dioden, einer weißen LED und einem Probenhalter ausgestattet worden. Zellen und Gewebe lassen sich damit überall auf der Welt untersuchen, ohne dass ein Labor mit guter Ausstattung erforderlich wäre. Auf diese Weise werden Zeit und Kosten gespart, vor allem in schwer zugänglichen oder entlegenen Regionen. Denn Gewebeproben müssten dann nicht mehr kostenintensiv per Hubschrauber oder Expressdienst zum nächsten Labor transportiert werden.

Smartphone-Diagnose-Tool
Der Aufsatz wir mit einem 3D-Drucker gedruckt und auf das Smartphone gesteckt (Bild © UCLA, Stockholm University and Uppsala University)

Die Forscher haben die Möglichkeiten des Mikroskop-Aufsatzes gezeigt, indem spezifische DNA-Sequenzen erkannt wurden. Im Vorfeld müssen dafür die Proben mit einem speziellen Fluoreszenzfarbstoff farblich gekennzeichnet werden. Die Farbsignale werden anschließend von der Kamera und Mikroskop erkannt.

Bei einem Experiment konnten die Wissenschaftler so genannte Punktmutationen identifizieren, welche ein typisches Anzeichen für Krebstumore sind. Ein denkbarer Einsatzbereich wäre auch die Diagnose von Infektionskrankheiten, um zum Beispiel Pathogene zu identifizieren und Antibiotikaresistenzen zu erkennen.

Das Forscherteam hofft, dass der Mikroskop-Aufsatz in zahlreichen Bereichen eingesetzt wird und so Diagnosekosten spart. Die Analyse mit dem Tool sei den Angaben zufolge relativ einfach, auch wenn hier nach Angaben der Wissenschaftler noch eine Optimierung erforderlich sei. Von dem Diagnose-Tool dürften besonders Mediziner aus isolierten Gegenden profitieren und das Gerät dank mittlerweile preislich erschwinglicher 3D-Drucker vor Ort in Eigenregie herstellen.

Die Universität Uppsala ist keine Unbekannte im Erforscher der Möglichkeiten zur Herstellung von Low-Cost medizinischer Geräte mit dem 3D-Drucker und einem Smartphone. Bereits Ende letzten Jahres präsentierten Wissenschaftler eine Möglichkeit, ein altes Mikroskop mit Hilfe von einem Smartphone und einem 3D-Drucker in eine Maschine für das Live-Betrachten von Zellen zu verwandeln.

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